So., 26.04.2015

Posten 48 eröffnet Schmucker Unterschlupf für Radler

Hielten vor dem Posten 48 Ansprachen (v.l.): Professor Dr. Wolfgang Fiegenbaum, Laurenz Wiggelinghoff, Landrat Thomas Kubendorff, Hans Knöpker und Bürgermeister Andreas Hoge.

Hielten vor dem Posten 48 Ansprachen (v.l.): Professor Dr. Wolfgang Fiegenbaum, Laurenz Wiggelinghoff, Landrat Thomas Kubendorff, Hans Knöpker und Bürgermeister Andreas Hoge. Foto: Rainer Nix

Steinfurt - 

Thomas Kubendorff war ganz begeistert, als er die zahlreichen Bürger am „Schrankenposten 48“ sah. Der Landrat gehörte zu den Teilnehmern, die an der offiziellen Eröffnung in der Dumte teilnahmen.

Von Rainer Nix

„Heute ist ein Tag, auf den wir drei Jahre hingearbeitet haben“, sagte Hans Knöpker vom Burgsteinfurter Heimatverein am Sonntagmorgen bei der offiziellen Eröffnung des „ Schrankenpostens 48“ in der Dumte . „Wir sind glücklich, dass der Posten am Hektometerstein 82,8 wieder steht“, so Knöpker.

Auch der Außenbereich ist hübsch ehrgerichtet, es fehlen lediglich noch ein Paar Sitzbänke im Innenraum. Die Kooperation der Heimatvereine Burgsteinfurt, Borghorst und des Schützenvereins Dumte kann sich sehen lassen. Laurenz Wiggelinghoff erschien in schmucker Eisenbahner-Uniform. Gemeinsam mit Richard Raue aus Schöppingen war er der Hauptinitiator des Projektes. Gleichzeitig wurde die Saison der „Radbahn Münsterland“ eröffnet und noch an weiteren sechs Standorten der Umgebung gefeiert.

Diente das in neuem Glanz erstrahlende Häuschen einstmals Bahnbediensteten an der Strecke Rheine-Coesfeld als Arbeitsplatz, gewährt es ab jetzt den Nutzern der Radbahn Münsterland bei Wind und Regenwetter Unterschlupf .

„Ich bin überwältigt, wie viele Menschen heute zur Eröffnung gekommen sind“, staunte Landrat Thomas Kubendorff . Er bewunderte, mit wie viel Liebe zum Detail der Schrankenposten restauriert wurde. „Unsere Radbahn ist ein Erfolgsmodell, das immer schöner wird“, so Kubendorff. Als Dankeschön lud er den „Bautrupp“ ins Kloster Gravenhorst zu einem gemütlichen Nachmittag ein. Knöpker dankte dem Landrat und Bürgermeister Andreas Hoge für die Unterstützung des Projektes. Hoge verlieh seiner Überzeugung Ausdruck, dass man hier auf dem Weg zu einem „Fünf-Sterne-Radweg“ sei.

Eisenbahnspezialist Professor Dr. Wolfgang Fiegenbaum erläuterte Details zur ehemaligen Bahnstrecke und zu Bahnwärterhäusern. Durch die Dumte führte einst die letzte große in Deutschland gebaute Fernstrecke. Sie wurde 1879 eröffnet, war 173 Kilometer lang, zunächst privatisiert und führte von Duisburg nach Quakenbrück. Bahnwärterhäuschen waren früher Dienstorte für Bahnmitarbeiter, von denen aus sie bestimmte Streckenabschnitte überwachten. In größeren Gebäuden dieser Art hätten sogar ganze Familien gewohnt, erläuterte Fiegenbaum.

Karl-Heinz Benkendorf, Anfang der 60er Jahre am Schrankenposten 48 stationiert, überwachte mit einer Draisine die Technik des Streckenabschnittes. Er zeigte Eisenbahner-Exponate. Wiggelinghoff dankte allen ehrenamtlichen Helfern und lud sie zu Bier und Bratwurst ein.



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