So., 10.01.2016

Prunk- und Galasitzung „Wir müssen Gas geben“

Tolle Stimmung  herrschte in der Buchenberghalle beim Auftritt der Turmgarde aus Eitorf.

Tolle Stimmung  herrschte in der Buchenberghalle beim Auftritt der Turmgarde aus Eitorf. Foto: Eugen Oskamp

Borghorst - 

War es nun eine gutes Programm für eine Prunk- und Galasitzung? Nun, über Geschmack lässt sich bekanntlich zwar nicht streiten. Aber trefflich diskutieren. Und das werden die rund 600 Narren in der Buchenberghalle am Samstagabend – wie bei jeder Sitzung – nach dem großen Finale vor der Theke intensiv gemacht haben. Fest steht: Spätestens als Stargast Achim Petry auf der Bühne stand, ging unten im Saal die Party ab. Die Gäste wollten feiern und hatten mit dem Sohn des großen Wolle endlich dazu Gelegenheit.

Von Axel Roll

Auch wenn es für viele Besucher vielleicht nur eine Randnotiz war, so sticht der Programmpunkt Ehrungen diesmal für die echten Karnevalisten besonders hervor. Zum zweiten Mal in der Geschichte des Steinfurter Narrenwesens wurde von einem Vertreter des Bundes Westfälischer Karneval, in diesem Fall war es Vizepräsident Ingo Domeier, der Verdienstorden des Verbandes in Gold verliehen. Erster Träger in Steinfurt war der verstorbene Heinz Hille. Am Samstag bekam Vereinigten-Kassierer Peter Mende das bunt verzierte Edelmetall umgehängt. Nach über 30 Jahren in dieser Funktion verlässt Mende in diesem Jahr die Funktionärsbühne. Während dieser Zeit hat er sich, wie Domeier ausführlich begründete, große Verdienste um das Narrenwesen in Steinfurt gemacht.

Aber zurück zum eigentlichen Programm. Es war die klassische Mischung aus Humor, Tanz und Musik, die das Karnevalskomitee für die größte Saalveranstaltung der Stadt wieder angerührt hatte. Stadtprinz Siggi, der mit seiner Prinzessin Juliana, Zerri Udo und seinem Elferrat das Geschehen vor sich auf der Bühne sichtlich genoss, machte es in seiner Ansprache kurz und knackig. Seine Aufforderung „Habt Spaß miteinander“, setzte das bunt kostümierte Publikum nur zu gerne um. Schließlich hatte es auch keine Zeit zu verlieren. Prinz Siggi: „Die Session ist kurz, wir müssen Gas geben.“

Das taten dann an dem Abend insbesondere die Tanzgarden. Wie schon im Vorjahr, brachte auch dieses Mal eine Formation aus dem Rheinland das Flair des Kölner Karnevals nach Borghorst. So wurden die Mitglieder der KG Turmgarde Eitorf mit viel Applaus verabschiedet. Die örtlichen Tanzgruppen der Wilmsberger und Prinzen zeigten im Gegenzug, dass sie sich mit ihren Darbietungen wahrlich nicht zu verstecken brauchen. Premiere: Erstmals standen die Minis von Wilmsbergern und Prinzen gemeinsam auf der Bühne.

War der „Lustige Jo“ als Büttenredner alles andere, aber leider nicht lustig, hatte Bauchredner Merlin mit seiner Handpuppe, dem 94-jährigen Opa Kowalski, der sich einzig und allein für die Damenwelt in der Halle interessierte, und dabei besonders für Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, die Lacher auf seiner Seite. Vereinigten-Präsident Georg Hellmann und Stellvertreter Ernst Lackhütter ehrten die Jubilare des Abends: Gerda Schmitz, deren Ehemann Alfons vor 50 Jahren Stadtprinz war, zusammen mit seiner Prinzessin Monika Kohne. Vor 25 Jahren schwang Zerri Erich Müller das Zepter.

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