Sa., 13.02.2016

Blockhäuser für Flüchtlinge? Mitte März ist Einzugstermin

Hinter dem Rathaus laufen die Erdarbeiten für das Aufstellen der Wohncontainer. 35 sollen dort Platz finden.

Hinter dem Rathaus laufen die Erdarbeiten für das Aufstellen der Wohncontainer. 35 sollen dort Platz finden. Foto: Axel Roll

Steinfurt - 

Hinter dem Rathaus werden 35 Container für Flüchtlinge aufgestellt. Die CDU will, dass künftig auch Blockhäuser für die Menschen gebaut werden, die in Steinfurt Zuflucht suchen. Der Baudezernent ist wenig begeistert.

Am Rathaus haben die Arbeiten für das Aufstellen der Wohncontainer für Asylsuchende begonnen. Technischer Beigeordneter Reinhard Niewerth rechnet damit, dass sie Mitte März bezugsfertig sind. Derweil schlägt die CDU vor, bei künftigen Neubauten auf Blockholzhäuser auszuweichen. Eine Idee, die die Verwaltung nicht teilen kann. . .

Die Bagger haben in dieser Woche damit begonnen, den Boden für das Containerdorf auf der Freifläche zwischen Rathaus und Emsdettener Straße vorzubereiten. „Anschließend wird das Areal mit Schotter ausgekoffert“, so Niewerth. Parallel werden die Ver- und Entsorgungsleitungen für Gas, Wasser, Strom und Entwässerung gelegt. Ab 22. Februar sollen die Container aufgestellt werden. 35 an der Zahl, bieten die unterschiedlich großen Wohneinheiten Platz für drei bis sechs Personen. Außerdem gibt es einen großen Gemeinschaftsraum sowie Sanitär- und Küchenabteilungen. Bis zu 60 Asylsuchende können so am Rathaus untergebracht werden.

Die Stadt hat die Container erst einmal für drei Jahre gemietet. Kostenpunkt: 100 000 Euro pro Jahr. Nach Ablauf dieser Frist können die Einheiten bei Anrechnung der Miete gekauft werden. Reinhard Niewerth geht davon aus, dass die Stadt langfristig auf die Unterkünfte angewiesen ist.

Die Christdemokraten machen derweil den Vorschlag, insbesondere vor dem Hintergrund des ab Frühjahr zu erwartenden verstärkten Zustroms die Errichtung von Blockholzhäusern als Wohnunterkunft für Asylbewerber zu prüfen. Ein entsprechender Antrag wird den Bauausschuss in seiner kommenden Sitzung beschäftigen.

Holzhäuser als Wohnraum seien deshalb gut geeignet, weil sie in vielen Varianten erhältlich sind. Sie seien zudem günstiger als Mietcontainer und stünden vor allem kurzfristig zur Verfügung. Sollte kein Bedarf mehr bestehen, seien sie mit wenig Aufwand abbau- und zum Zeitwert veräußerbar. Auch ein potenzieller Standort wird in dem CDU-Antrag genannt: Das Campinggelände Köninck in der Bauerschaft Veltrup.

Reinhard Niewerth ist von den Holzhäusern wenig begeistert. Der zeitliche Vorteil gegenüber konventionellen Bauten sei nicht sehr groß. Und die preislichen Unterschiede seien auch nicht „sehr gewaltig“, so der Baudezernent. Nachteil der Holzkonstruktion: „Nach 30 Jahren kann man die nur noch abräumen.“



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