Fr., 04.03.2016

Baukosten steigen auf 3,9 Millionen Euro Kreisbauhof: Im April geht‘s los

Burgsteinfurt - 

Der Umzug des Kreisbauhofes Burgsteinfurt vom Telghauskamp an den neuen Standort in der Bauerschaft Sellen rückt näher: Im kommenden Monat sollen die Bauarbeiten zwischen Ochtruper Straße und Bundesstraße 54 unweit der Westfalen-Tankstelle beginnen. Wenn alles nach Plan läuft, soll dort der Betrieb im Februar des darauffolgenden Jahres aufgenommen werden. Das kündigte eine Sprecherin des Kreises auf Anfrage an.

Nachdem der Kreistag den Neubau 2013 beschlossen hatte, war der Baubeginn ursprünglich bereits im vergangenen Jahr geplant. Doch das Projekt wurde verschoben, weil es in der Prioritätenliste andere, vordringlichere Vorhaben gab. Indes: Auch beim Neubau Kreisbauhof drängt die Zeit. Der Standort des bestehenden Bauhofes in relativ zentraler, wohngebietsnaher Lage von Burgsteinfurt ist aus emissions- und verkehrstechnischen Gründen problematisch. Auch bietet er kaum Erweiterungsmöglichkeiten und ist zudem stark sanierungsbedürftig. Vorteil der neuen Adresse: Dort gibt es zugleich auch genug Platz für die Unterbringung des Kreisveterinäramts. „Bisher gab es in Tierseuchenfällen keine adäquate Anlaufstelle“, so die Sprecherin.

Der verzögerte Baubeginn bringt auch höhere Kosten mit sich. Statt, wie ursprünglich vorgesehen, knapp 3,4 Millionen Euro wird das Projekt nach neuester Berechnung 3,9 Millionen Euro kosten. Im Kreisausschuss ist dieser Aufschlag per Dringlichkeitsbeschluss in der vergangenen Woche bewilligt worden. Der Mehraufwand hat sich in erster Linie aufgrund des Ausschreibungsergebnisses ergeben: Wegen der derzeitigen hohen Baunachfrage haben die Preise zuletzt angezogen.

Im Vorfeld des Baubeginns treibt die Stadt den Straßenausbau voran. Vorgesehen ist, von der Tankstellenzufahrt Westfalentankstelle in westliche Richtung eine Straße mit einem Wendehammer am Ende anzulegen, der die gesamte Fläche der Gewerbegebietserweiterung erschließt. Der Bauausschuss hat der Planung in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Der zugrunde liegende Bebauungsplan war bereits im Herbst des vergangenen Jahres rechtskräftig geworden. Der Bauhof selbst, er liegt am westlichen Ende des neuen Gewerbegebiets, bekommt noch eine eigene Zufahrt, die vom westlich gelegenen Wirtschaftsweg von der Ochtruper Straße aus erfolgt.

Was mit dem Altstandort am Telghauskamp passiert, ist derzeit noch offen. Eine Umnutzung als Wohnbebauungsfläche gilt derzeit als am wahrscheinlichsten.

Google-Anzeigen


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3848064?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F