Di., 20.09.2016

FDP-Vorstoß zu Kloster Gravenhorst Vom Kunst- zum Event-Kloster?

Ein Schmuckstück das, so findet die FDP, mehr Besucher verdient hätte: Das Kloster Gravenhorst

Ein Schmuckstück das, so findet die FDP, mehr Besucher verdient hätte: Das Kloster Gravenhorst

Kreis Steinfurt - 

Event-Kloster statt reines Kunsthaus, ein Reigen neuer Veranstaltungen, die mehr Besucher nach Gravenhorst locken: Mit einem umfangreichen Arbeitspapier will die Kreis-FDP neue Impulse für Kreis-Kultur geben.

Von Achim Giersberg

Die FDP-Fraktion im Kreistag möchte aus dem Kunstkloster Gravenhorst ein „Event-Kloster“ machen. Dazu legt sie ein 74 Seiten starkes Papier vor, in dem bis ins kleinste Detail beschrieben ist, wie ein solches Konzept aussehe könnte. Grundgedanke, so der Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Streich sei, das Kloster für mehr Besucher attraktiv zu machen. „Wir möchten, dass dort mehr passiert, mehr Veranstaltungen stattfinden, dass das ganze Jahr über dort etwas los ist“.

Dafür schüttet die FDP – Hauptautor des Papiers ist Dr. Ekkehard Grützner aus Wettringen – ein ganzes Füllhorn der Ideen aus, mit denen sich jetzt die Politik beschäftigen soll. Vom „Rudelgrillen“ bis zum Straßenfestival reicht die Liste der Vorschläge (siehe Info-Kasten), die in dem Papier detailliert beschrieben sind, über zu erwartende Besucherzahlen, bis hin zu genauen Terminvorschlägen und einer Ausgaben- Einnahmen-Rechnung.

Dafür, so Streich, sei die FDP auch bereit, das bisherige Kloster-Management personell aufzustocken und generell mehr in das Kloster zu investieren, beispielsweise durch eine Überdachung des Innenhofs. Ziel müsse aber sein, dass das „Event-Kloster“ sich auf Dauer selbst trage; ja sogar die Erwirtschaftung eines Überschusses hält de FDP für möglich. Mehr Veranstaltungen un d mehr Besucher seien auch Voraussetzung für den Erhalt des Klostercafés, das derzeit- wieder einmal – mit dem Überleben zu kämpfen habe.

Mit einem „angepassten Kartenkonzept“ wollen die FDP-Strategen Event- und Non-Event-Veranstaltungen miteinander verknüpfen. So sollen die Eintrittskarten zu einem Event-Termin auch für eine weitere Veranstaltung aus dem kulturellen Kanon gelten. Außerdem sollen Abonnements für Teile des Angebotes eingeführt werden. „Nur so wird der kulturelle Anspruch vom Hauch des Elitären abgekoppelt“, heißt es in einer Kurzfassung des Papiers.

Intensiver als bisher sollen auch die Schulen des Kreises, die Fachhochschule Münster/Steinfurt sowie die benachbarten Hochschulen an Planung und Durchführung der künstlerischen Teile des Klosterprogramms beteiligt werden. Workshops und Meisterklassen sind Stichworte in diesem Zusammenhang. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Hörstel, so Streich, müsse erhalten bleiben und intensiviert werden.

„Der Kunsthaus-Leiterin Gerd Andersen wird unser Konzept nicht schmecken“, ahnt Streich. Es führe aber kein Weg daran vorbei, das Kloster weiter zu entwickeln. Es gebe bereits erste Reaktionen aus der Verwaltung, der CDU und der Stadt Hörstel auf die FDP-Vorschläge - „allesamt positiv“. Jetzt freue sich die FDP auf die Diskussion in den Fachgremien.

Zusätzlich zu Veranstaltungen wie dem Markt-Zauber, dem Neujahrskonzert oder Poetry-Slams schlägt die FDP vor:

►  Hogwarts meets Gravenhorst, Walpurgisnacht-Party, jährlich am 30. April für Jugendliche und junge Erwachsene.

►  „Tea & Biscuits“, englische Gardenparty, jährlich Ende Mai, für „Anglophile jeder Altersgruppe“.

►  Midsommar, schwedische Mittsommernacht am 23. Juni oder Samstag danach.

►  Sommertheater jährlich im Juli/August.

►  Cinemania, eine lange Kinonacht, jährlich in Zusammenarbeit mit den Kinos im Kreis.

►  Mittelaltermarkt

►  Straßenmusikfestival „Musikuss“, jedes zweite Jahr im September.

►  Foodtrucks & friends, jedes zweite Jahr.

►  „Rudelgrillen“ inkl. Grill-Kreismeisterschaft, jedes zweite Jahr.

►  Let‘s dance jährlich im Sommer, mit Tanzschulen, Sport-AGs etc.

►  Equestrian & Agility für Hunde und Pferde, im Juli mit Messe und Meisterschaften.

►  Jagd und Hund jährlich im Oktober, zweitägig.

►  Nacht der Lichtinstallationen

►  Weihnachtsmarkt.

►  „Jazz im feinen Zwirn“, Ball mit Abendgarderobe und Schülerbigbands.

►  Kammermusikabend jährlich im Februar.

►  Skulpturentage jährlich in den Sommerferien.

►  Ostermarkt.

►  Bildergalerie, vierwöchige Workshops.

►  Krimkrams, Kunst und Krempel ; Indoortrödelmarkt gehobenen Anspruchs, im Oktober.

 

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