Mi., 21.09.2016

Familien aus Borghorst und USA treffen sich nach langem Kontakt erstmals Verbunden über Jahrzehnte

Mit Spannung hatten die Borghorster Familien Stöppler und Dörhoff die Ankunft der Schulte-Geschwister, teils mit Ehepartnern, aus Missouri erwartet.

Mit Spannung hatten die Borghorster Familien Stöppler und Dörhoff die Ankunft der Schulte-Geschwister, teils mit Ehepartnern, aus Missouri erwartet. Foto: Linda Braunschweig

Borghorst - 

Sie hatten sich zuvor noch nie gesehen, aber am Dienstag verbrachten die Borghorster Familien Stöppler und Dörhoff sowie die amerikanische Familie Schulte aus Missouri ein paar schöne Stunden in Wilmsberg. Dass es zu dem Treffen kam, ist einer langen Vorgeschichte der Familien zu verdanken, die 1948 begann.

Von Linda Braunschweig

Damals landete die Bitte um ein Care-Paket der Familie Dörhoff aus Borghorst zufällig bei Therese Dörhoff in den USA. Aufgrund der Namensgleichheit entwickelte sich ein Kontakt, der über Jahre Bestand hatte. Lange gingen die Familien davon aus, über die Altenberger Henry und Burkhard Dörhoff, die im 19. Jahrhundert ausgewandert waren, gemeinsame Vorfahren zu haben.

Bei einem Besuch in den USA 1992 stellten Lore und Erika Dörhoff fest, dass der Name dort weit verbreitet ist. „Sogar eine Dörhoff-Straße gab es dort“, erinnert sich Lore Dörhoff. Inzwischen hat ein weiterer Verwandter der Familie, Jürgen Hofmann, herausgefunden, dass die Wurzeln der amerikanischen Dörhoffs in Oelde im Sauerland liegen. Das hinderte die Dörhoff-Nachfahren Dale, Mike, Mark, Jon und Sheela Schulte jetzt aber nicht daran, den langjährigen Kontakt zwischen den Familien mit einem Besuch weiter zu festigen. Von Kansas City reisten die Geschwister, teils mit Ehepartnern, über Amsterdam nach Osnabrück. Von dort erkunden sie in diesen Tagen Norddeutschland – und waren am Dienstag für einen ausgedehnten Brunch bei Anni, Ludger und Silke Stöppler in Wilmsberg. Auch die Stöpplers haben Vorfahren mit dem Namen Dörhoff. Es habe sofort eine Verbundenheit geherrscht, sagt Dale Schulte, der das Treffen auf amerikanischer Seite organisierte. Schließlich habe man über viele Jahre geglaubt, miteinander verwandt zu sein. Für den Amerikaner und seine Geschwister war es die erste gemeinsame Reise – und der erste Trip in den Norden Deutschlands. Begeistert waren die Schultes von den „tollen gepflegten Gärten und Häusern“ – und der Freundlichkeit, mit der die Menschen ihnen hier begegneten. Das spiegelte am Dienstag auch die mehr als üppig gedeckte Tafel im Hause Stöppler wider. Extra für den Besuch hatte das jüngste Familienmitglied Anina (6) die amerikanische Flagge gemalt. „Wir sind hier sehr herzlich aufgenommen worden“, sagt Dale Schulte. Am Mittwoch ging es für die Amerikaner dann nach Oelde – zu den „echten“ Blutsverwandten. Klar war aber am Dienstag: Die Familien in Borghorst und Kansas City werden sich weiter verbunden bleiben.

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