Do., 22.09.2016

Verfahren am Amtsgericht Steinfurt eingestellt Vater lässt Säugling fallen

 

  Foto: Schwehm

Steinfurt - 

Im stark alkoholisierten Zustand soll ein 27-Jähriger im Mai dieses Jahres seine sieben Wochen alte Tochter fallen gelassen haben. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung stellte das Amtsgericht Steinfurt jetzt ein.

Von Linda Braunschweig

„Es ist für niemanden schön, wenn er sein Kind fallen lässt.“ Damit begründete der Vorsitzende Richter am Amtsgericht Steinfurt am Donnerstag die Einstellung eines Verfahrens wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen einen 27-Jährigen.

Der zweifache Vater war angeklagt, weil er seine sieben Wochen alte Tochter Ende Mai dieses Jahres im stark alkoholisierten Zustand zu Boden fallen gelassen haben soll. Der Säugling erlitt dabei eine Gehirnerschütterung. Der Steinfurter hatte an dem Abend zunächst mit der Mutter des Kindes, einer 30-jährigen Steinfurterin, und weiteren Personen in der Wohnung seines Bruders gefeiert. Gegen 1.30 Uhr soll der Mann das Kind fallen gelassen und sich anschließend gegen die Alarmierung des Rettungsdienstes gewehrt haben. Als dieser schließlich doch gerufen wurde, soll der 27-Jährige versucht haben, die Rettungskräfte an ihrer Arbeit zu hindern – bis die Polizei eintraf und ihn davon abhielt. Das Mädchen wurde ins Mathias-Spital gebracht und 24 Stunden überwacht. Sein Bruder habe ihn bei einer Auseinandersetzung geschubst, begründete der Angeklagte den Sturz seiner Tochter. Er ist wegen mehrere Diebstahls- und Körperverletzungsdelikte vorbestraft. Die Eltern leben zusammen und werden nun von Jugendamt und Familienhilfe betreut.

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