Do., 22.09.2016

Es stinkt immer noch im Baugebiet Spinnerei Rolinck Gerüch(t)eküche brodelt weiter

Das neue Regenklärbecken war zwar gestern trocken, aber zuletzt am 23. Juni bei Starkregen übergelaufen. Das Wasser wird dann in die Aa geleitet. Sie gehört mit dem Schmutzwasserkanal in dem neuen Baugebiet und einem Mischbecken bei Rolinck zu den Verdächtigen.

Das neue Regenklärbecken war zwar gestern trocken, aber zuletzt am 23. Juni bei Starkregen übergelaufen. Das Wasser wird dann in die Aa geleitet. Sie gehört mit dem Schmutzwasserkanal in dem neuen Baugebiet und einem Mischbecken bei Rolinck zu den Verdächtigen. Foto: Drunkenmölle

Burgsteinfurt - 

Die Suche danach, was da im Neubaugebiet auf dem ehemaligen Spinnerei Rolinck-Gelände zum Himmel stinkt, geht weiter. Wie Stefan Albers, Leiter des Planungsamtes im Rathaus, auf Nachfrage bestätigte, hat es in der vergangenen Woche ein weiteres Gespräch mit allen Betroffenen mit dem Ziel gegeben, die Quelle des muffigen Geruchs zu lokalisieren – allerdings handfestes Ergebnis.

Von Dirk Drunkenmölle

Wie Albers erklärte, rätseln die Experten weiter über die Ursachen. Aus diesem Grund hielt sich der Fachdienstleiter zurück, weiteren Spekulationen Tür und Tor zu öffnen. So wie der Wind seine Richtung wechselt, geraten immer wieder andere Verdächtige in den Fokus der Ursachenforscher. Mal ist es das Misch- und Ausgleichsbecken der Rolinck-Brauerei, mal die Aa, mal der Abwasserkanal, mal das neue Regenklärbecken. Der Schmutzwasserkanal sei gerade noch einmal mit Hochdruck gespült worden, um ihn von Fäkalresten zu reinigen. „Der ist es wohl nicht“, fügt Albers an und lässt dann doch noch einmal durchblicken, dass nach seiner persönlichen Einschätzung (die auch von seinem Fachkollegen Wolfgang Spille im Tiefbauamt geteilt werde) das Klärbecken nicht als Stinker in Frage kommt. Aber, wie beschrieben, die Gerüch(t)eküche soll nicht weiter angeheizt, sondern über das Ausschlussverfahren eine Lösung gefunden werden. Vielleicht, so stellte Albers in Aussicht, könne bereits in der kommenden Woche ein Ergebnis präsentiert werden.

Unterdessen hat die GAL das anrüchige Thema in den Mittelpunkt einer Anfrage gestellt, auf die sich die Fraktion in der Planungsausschusssitzung am Dienstag Antworten erhofft. GAL-Sprecher Christian Franke kritisiert, dass über Gespräche und Vorgänge in den Medien berichtet werde, die der Politik teilweise nicht bekannt seien. Franke bezieht sich dabei auf öffentlich gemachte Aussagen, nachdem der Stadt der Schwarze Peter zugeschustert worden sei und sie Geld in die Hand nehmen müsse, einen Ausweg aus dem Dilemma zu finanzieren. „Wir erwarten daher, dass die Verwaltung zeitnah und vollumfänglich . . . über die Hintergründe der Emissionsproblematik und Ansätze der Problemlösung wie auch dadurch entstehende, finanzielle Erfordernisse und Möglichkeiten der haushaltsrechtlichen Darstellung informiert.“ Und weiter: „Wir erwarten eine Überlassung sämtlicher, erstellter Gutachten, in der Geruchsemissionen dokumentiert sind, sowie eine ausführliche Berichterstattung zu Gesprächen mit Prozessbeteiligten.“

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