Di., 29.11.2016

Umweltausschuss gegen einen Verkauf Göckenteich-Ufer soll städtisch bleiben

Der Grünstreifen entlang des Göckenteiches soll städtisch bleiben. Dafür hat sich am Dienstagabend der Umweltausschuss einstimmig ausgesprochen.

Der Grünstreifen entlang des Göckenteiches soll städtisch bleiben. Dafür hat sich am Dienstagabend der Umweltausschuss einstimmig ausgesprochen. Foto: Axel Roll

Borghorst - 

Die Mitglieder des Umweltausschusses sind sich einig: Der Göckenteich muss im Eigentum der Stadt bleiben. Und das zu 100 Prozent. Also inklusive Wall. Alle Fraktionen lehnten damit am Dienstagabend den Vorschlag der Verwaltung ab, einen etwa 4,10 Meter breiten Streifen vor den neuen Mehrfamilienhäusern an deren Eigentümer Hans Günter Hahn zu verkaufen. Der hatte im Sommer ein konkretes Kaufangebot vorgelegt, über das die Mitglieder des Umweltausschusses am Dienstag abstimmten.

Von Axel Roll

„Der Wall ist ein Sicherungsbauwerk für den Teich. Darüber müssen wir die gesamte Kontrolle haben“, argumentierte Gerald Müller von der Grün-Alternativen Liste unter dem Kopfnicken seiner Ausschusskollegen. SPD-Fraktionschef Alfred Voges sekundierte: „Wir wissen doch gar nicht, wie der Teich in zehn Jahren aussieht. Was ist dann mit dem Ablauf? Dann sind wir wahrscheinlich froh, wenn wir Eigentümer des gesamten Teiches sind.“ Andrea Reiß als nicht stimmberechtigtes Ausschussmitglied ging noch weiter und kritisierte Hans Günter Hahn für seine Kaufabsichten: „Ich kann das nicht verstehen. Als stellvertretender Bürgermeister darf er nicht in erster Linie seine persönlichen Interessen sehen. Das passt doch nicht.“

Die Verwaltung hatte in der Beschlussvorlage den Verkauf eines 4,10 Meter breiten Streifens an den Unternehmer vorgeschlagen. Damit wären die letzten 3,50 Meter bis zum Teichufer im Besitz der Stadt geblieben. „Das reicht aus, um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen“, erläuterte Tiefbau-Fachdienstleiter Wolfgang Spille in der Sitzung. An der Grenze hätte ein ein Meter hoher Zaun stehen sollen. Der rückt nach der gestrigen Beschlussfassung unmittelbar an die kleine Betontreppe, die vom Haus auf den Wall führt.

Spille gab zu bedenken, dass durch den Nicht-Verkauf die Stadt mit höheren Unterhaltungskosten kalkulieren müsse. „Aber wenn das Ihr politischer Wille ist, dann ist das so.“

Inwieweit jetzt der Wall für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht wird, „ist noch zu hinterfragen“, wie es in der Verwaltungsvorlage heißt. Zurzeit sei das Betreten des Ufers aus Verkehrssicherungsgründen nicht möglich. Der gesamte Göckenteich ist mit einem Zaun umgeben. Für einen öffentlichen Rundweg entlang des Wassers sind nach Schätzung der Verwaltung ebenfalls 3,50 Meter Breite notwendig.



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