Do., 01.12.2016

Silke Hoffmann hat Praxis-Ratgeber für Pferdefreunde verfasst Schreiben gegen den Hüttenkoller

Silke Hoffmann fühlt sich zwischen ihren vier Ponys am wohlsten. Stolz ist die Borghorsterin auf ihr Buch, das gerade erschienen ist. Aus Beschäftigungstherapie ist ein Ratgeber für Pferdefreunde geworden.

Silke Hoffmann fühlt sich zwischen ihren vier Ponys am wohlsten. Stolz ist die Borghorsterin auf ihr Buch, das gerade erschienen ist. Aus Beschäftigungstherapie ist ein Ratgeber für Pferdefreunde geworden. Foto: Axel Roll

Borghorst - 

Es war der Versuch, gegen den Hüttenkoller anzukämpfen. Silke Hoffmann lag mit einem kaputten Knie zu Hause, starrte die Wände an – und das Schlimmste: Sie konnte nicht zu Narino, Nando, Dahimon und dem Kleinen König. Auch wenn sie ihre vier Ponys in guten Händen wusste, die Langeweile brachte sie fast um. „Da dachte ich mir: Fang doch einfach an zu schreiben.“

Von Axel Roll

Als Pferdenärrin lag das Thema auf der Hand. Und da die 45-jährige Borghorsterin schon häufiger für ihre kleinen Nichten Zettelchen geschrieben hatte, wie ein Pferd richtig gesattelt wird oder was der Reiter beim Füttern beachten muss, war klar: Es sollte ein Ratgeber für die richtige Pferdehaltung werden. Aus der Praxis für die Praxis. Verständlich und am besten noch unterhaltsam. Dass daraus mal ein Buch werden würde, Silke Hoffmann verschwendete damals keinen Gedanken daran. „Es ging mir nur darum, durch die Tage zu kommen“, erinnert sich die Pferdenärrin.

Heute hält sie das Ergebnis der Beschäftigungstherapie in Händen: „Praxiserfahrungen rund um den Alltag mit Pferden“. Erschienen im renommierten FN-Verlag. Das macht Silke Hoffmann stolz. „Zumal ich innerhalb kürzester Zeit von vielen Lesern positive Rückmeldungen bekommen habe“, freut sich die Autorin.

Aus den zusammengeschriebenen Tipps ein Buch zu machen, das war auch nur so eine Idee. „Schick es doch mal ein, habe ich mir gedacht.“ Und postwendend kam die Antwort vom Verlag. „Und danach ging die Arbeit erst richtig los“, lacht Silke Hoffmann.

Woher die 45-Jährige ihren Pferdeverstand hat? „Ich bin seit 35 Jahren den Pferden ergeben“, erzählt die Borghorsterin, die auch einen eigenen Stall hat. Alles fing, wie bei vielen Reitern, mit dem Voltigieren an. Dort wurde Silke Hoffmann allerdings nicht sehr glücklich. „Ich schaffte es nicht, auf das galoppierende Pferd zu springen“, erzählt sie in ihrem Buch. Die Faszination blieb. Pflegepony Stella kam, Hengst Jalapur und außerdem der Wunsch, mehr über das Verhalten und die Haltung von Pferden zu erfahren. So wuchs der Bücher- und Zeitschriftenberg im Arbeitszimmer unaufhörlich.

Maßlos ärgern kann sich Silke Hoffmann über die Gedankenlosigkeit und Unwissenheit einiger Reiter. Was kein Wunder ist, wie die Autorin schreibt: Reitschüler werden von ihren Eltern für die Reitstunde am Stall abgesetzt, steigen aufs gesattelte Schulpferd und werden nach der Stunde schnellstens wieder nach Hause kutschiert. „Da kommt das Lernen über Umgang, Pflege und Ausrüstung zu kurz.“ Das will Silke Hoffmann ändern.



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