Do., 01.12.2016

Gremium befürwortet Wiederbesetzung der Stelle Sozialausschuss: Ja zum Jugendpfleger

Das Ferienspaßprogramm fiel auch in den Aufgabenbereich des Jugendpflegers. Dies mit zu übernehmen, wäre für die Streetworker der Stadt wohl nicht möglich.

Das Ferienspaßprogramm fiel auch in den Aufgabenbereich des Jugendpflegers. Dies mit zu übernehmen, wäre für die Streetworker der Stadt wohl nicht möglich. Foto: Drunkenmölle

Steinfurt - 

Wie geht es mit der Jugendarbeit in Steinfurt weiter? Diese Frage stand zwar gar nicht auf der Tagesordnung des Ausschusses für Soziales, Jugend, Familie und Gesundheit, diskutiert wurde sie nach einer Anfrage von OT-Heim-Leiter Josef Budde in einer Sitzungsunterbrechung dennoch.

Von Linda Braunschweig

Der Hintergrund: Mit Klaus Priggen ist gerade nach mehr als 30 Jahren der erste Jugendpfleger der Stadt in Ruhestand gegangen. Ob seine Stelle mit Blick auf die schlechte Finanzlage wiederbesetzt wird, steht in den Haushaltsberatungen zur Debatte. Geht es nach dem Sozialausschuss, wird sie jedenfalls nicht komplett gestrichen. Diese Empfehlung sprach das Gremium Richtung Hauptausschuss aus, dieser ist für den Stellenplan im Rathaus zuständig. „Wenn die Streetworker die Aufgaben mit übernehmen würden, müssten sie ihre eigentliche Arbeit erheblich einschränken“, gab Doris Gremplinski (CDU) zu Bedenken.

Ute Kriens, die gemeinsam mit Jan Steinmüller für die aufsuchende Jugendarbeit zuständig ist, hatte in einem Konzept aufgeführt, welchen Teil von Klaus Priggens Aufgabenbereich sie eventuell schultern könnten. Das Ergebnis: Manches könnten sie nicht mehr leisten, dazu zähle wohl auch die Ferienspaßaktion „Da fehlen einfach 40 Stunden.“

Die FWS hatte zuvor einen weiteren Punkt zur Sprache gebracht, der nicht auf der Tagesordnung stand: Ihren Antrage zum Haushalt, für Steinfurt ein eigenes Jugendamt einzurichten. Das müsse man nachrechnen, sagte Norbert Hageböck (FWS). Die Jugendamtsumlage des Kreises sei auf 9,6 Millionen Euro erhöht worden. Maria Lindemann, Erste Beigeordnete, erklärte, dass die Stadt Steinfurt mit 33 000 Einwohnern „theoretisch und praktisch“ die Möglichkeit habe, ein Amt einzurichten. Dieses habe aber beispielsweise mit Beratung und Inobhutnahme deutlich mehr Aufgaben als die Jugendarbeit. Weil es vor allem um Personal- und Kostenvolumen gehe, soll der Hauptausschuss darüber beraten.



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