Do., 01.12.2016

Anwohner der Appelchaussee verärgert Hauptsache weg: Müll landet in der Natur

Säckeweise liegt der Abfall in der Landschaft. Das ärgert nicht nur Hendrik Otto. Ein anderer Bürger hat einem der unbekannten Entsorger eine Nachricht hinterlassen (kl. Bild).

Säckeweise liegt der Abfall in der Landschaft. Das ärgert nicht nur Hendrik Otto. Ein anderer Bürger hat einem der unbekannten Entsorger eine Nachricht hinterlassen (kl. Bild). Foto: Braunschweig

Borghorst - 

Hendrik Otto ärgert sich. Regelmäßig muss der Wilmsberger feststellen, dass entlang der Appelchaussee Müll abgeladen wird. Oft sind es Gartenabfälle, die dort aus dem Auto geworfen werden, genau so häufig aber auch unverrottbarer Plastikmüll oder ähnliches. Sogar Autoreifen und Tüten mit Windeln liegen zwischen den Bäumen oder in den Waldstücken an der Straße.

Von Linda Braunschweig

Dass sich auch andere darüber ärgern, beweist ein Schreiben, das jüngst an einem der Müllhaufen angebracht war: „Herzlichen Glückwunsch. Ich bewundere Sie, wie Sie auf dem Weg zum Millionär einen weiteren wesentlichen Schritt getan haben, indem Sie 2,50 Euro gespart haben, die Sie sonst beim Wertstoffhof in Burgsteinfurt für die Entsorgung hätten bezahlen müssen“, ließ ein anderer Bürger auf dem laminierten DIN-A4-Zettel der Ironie freien Lauf.

Hendrik Otto kann sich dem nur anschließen. „Es war auch Müll dabei, den man hätte im gelben Sack oder Restmüll entsorgen müssen“, sagt der 41-jährige Borghorster sarkastisch. Das sei ja teuer. Er appelliert deshalb an die Steinfurter: „Geht in die Natur zum Wandern, Genießen oder Äpfel pflücken und lasst Euren Müll zu Hause.“ Tatsächlich, so Otto, nutzten viele die landschaftlich schöne Strecke mit den Apfelbäumen zur Selbstbedienung zum Radeln. Und zur Erntezeit kämen längst nicht nur die Steinfurter gezielt zur Appelchaussee, um sich mit kostenlosem Obst einzudecken. Gerade vor dem Hintergrund findet er es schade, dass die 1,8 Kilometer lange Strecke oft so verunstaltet wird.

Die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs kennen das Problem der illegalen Müllentsorgung zur Genüge. Regelmäßig rücken sie aus, um das zu beseitigen, was andere einfach in die Natur werfen. Das verteile sich über das ganze Stadtgebiet, die Appelchaussee sei genauso betroffen wie viele andere Straßen, dort falle es aber vielleicht stärker auf, heißt es aus dem Baubetriebshof.

Auch in den Bauerschaften werde oft Müll abgeladen, manchmal sogar Sperrmüll. Die Mitarbeiter müssten sich häufig mit dem Abtransport beschäftigen.



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