Mi., 11.01.2017

Volksbanken im Kreis Steinfurt ziehen Bilanz Vier-Milliarden-Marke ist gefallen

Wachwechsel: Bankensprecher Franz-Josef Konermann

Wachwechsel: Bankensprecher Franz-Josef Konermann Foto: Achim Giersberg

Rheine/Kreis Steinfurt - 

Sehr zufrieden mit dem Jahr 2016 sind die sechs selbstständigen Volksbanken im Kreis Steinfurt. Trotz eines schwierigen Marktumfelds legten sie hervorragende Zahlen vor: Die addierte Bilanzsumme stieg um 5,7 Prozent und knackte erstmals die Marke von 4 Milliarden Euro.

Von Achim Giersberg

Eine addierte Bilanzsumme, die erstmals die Vier-Milliarden-Euro-Marke übersprang (plus 5,7 Prozent), ein florierendes Kreditgeschäft (plus 5,6 Prozent) und eine lebhafte Vermittlung von Aktien, Bausparverträgen und Lebensversicherungen, die das Kundenvolumen auf über acht Milliarden Euro ansteigen ließ: Die sechs selbstständigen Volksbanken im Kreis Steinfurt blickten gestern bei ihrer gemeinsamen Jahrespressekonferenz in Rheine auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück – und das trotz eines schwierigen Marktumfeldes .

Entsprechend entspant gab sich Franz-Josef Konermann , Sprecher der Volksbanken im Kreis: „Wir waren weiter auf Wachstumskurs, haben unsere starke Marktstellung ausgebaut und blicken zuversichtlich nach vorn.“

Der anhaltende Niedrigzins und immer mehr regularische Vorgaben hätten das Geschäftsjahr 2016 geprägt, meinte Konermann, Umso bemerkenswerter seien die sehr guten Zahlen: „Das bestätigt uns natürlich in unserer geschäftlichen Ausrichtung.“

Auch in Zukunft wollen die Volksbanken in der Fläche präsent sein – allerdings zunehmend in automatisierten Filialen. Dabei werde es sicher auch eine weitere Zusammenarbeit mit den Sparkassen im Kreis geben, die ansonsten aber natürlich Konkurrenten blieben. Die Qualität der Beratung werde wachsen, was mit einer Konzentration in den größeren Filialen erreicht werden soll. Fusionen stünden derzeit nicht zur Diskussion, sagte Konermann – auf lange Sicht werde es aber auch im Kreis sicher zu Veränderungen in der genossenschaftlichen Bankenstruktur kommen. In das Jahr 2017 gehen die sechs Volksbanken mit „verhaltenem Optimismus“; Niedrigzins und Brexit seien Herausforderungen.

Das soziale Engagement werde weiterhin groß geschrieben, betone Konermann. 852 000 Euro wurden als Senden und Sponsoring in gemeinnützige Projekte im Kreis investiert. Zudem wurden insgesamt 20,25 Millionen Euro an Steuern bezahlt – „mehr als die Deutsche Bank 2016 weltweit zahlte“, wie Andreas Hartman, Vorstand der Volksbank Greven, bemerkte.

Wichtige addierte Kennzahlen der Volksbanken Greven, Laer-Horstmar-Leer, Ochtrup, Saerbeck, Westerkappeln-Wersen und Kreis Steinfurt:

► Kundenvolumen: 8,05 Milliarden Euro.

► Bilanzsumme: 4,14 Mrd.

► Kundeneinlagen: 2,86 Mrd. Euro.

► Kundenkredite: 2,93 Mrd. Euro.

► Mitglieder: 99 108

► Konten 531 709

► Mitarbeiter: 866

► Auszubildende: 85

► Bankstellen: 63.

► Dividende: 4 Prozent



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