Fr., 13.01.2017

„Kein Kind in Steinfurt ohne warme Mahlzeit“ Fast 180 000 Euro für Schulessen

Stolze Gesamtsumme: Theo Schneuing (2.v.l.), Ludgera Kessler (5.v.r.) und Klaus Meiers (r.) präsentierten den Unterstützern im Heimathaus die Entwicklung des Vereins.

Stolze Gesamtsumme: Theo Schneuing (2.v.l.), Ludgera Kessler (5.v.r.) und Klaus Meiers (r.) präsentierten den Unterstützern im Heimathaus die Entwicklung des Vereins. Foto: Linda Braunschweig

Steinfurt - 

Fast 180 000 Euro hat der Förderverein „Kein Kind in Steinfurt ohne warme Mahlzeit“ seit seiner Gründung im Jahr 2012 ausgeschüttet. Das Geld ging an die Schulen in Steinfurt, vor allem die Grundschulen, die so dafür sorgen konnten, dass alle Schüler ein warmes Mittagessen erhielten.

Von Linda Braunschweig

Allein im vergangenen Jahr konnte der Verein 45 719 Euro an die Grundschulen in Steinfurt und die Hauptschule am Bagno weiterreichen. Das berichtete Klaus Meiers am Donnerstagabend im Borghorster Heimathaus vor rund zwei Dutzend Unterstützern des Vereins, die zum Neujahrsempfang eingeladen waren.

Mit dem Geld wurden insgesamt 309 Schüler unterstützt. Meiers gab gemeinsam mit den Vorsitzenden Ludgera Kessler und Theo Schneuing einen Rückblick auf die Entwicklung des Vereins. Und die ist so gut wie es die Initiatoren beim Start vor fünfeinhalb Jahren nie erwartet hätten. Die Unterstützung für den Verein ist riesig, das machte die kleine Präsentation deutlich, die Kessler und Schneuing vorbereitet hatten. Viele Einzelpersonen, Gruppen und Unternehmen sorgen im Laufe des Jahres dafür, dass der Verein den Schulen Geld überweisen kann. Da wird der Verkauf aus selbst gebastelten Vogelhäusern gespendet, die Einnahmen eines Konzerts oder auch das gesammelte Geld während einer Geburtstagsfeier. Gerührt zeigte sich Ludgera Kessler zudem von einem Brief aus einem Borghorster Altenheim: Sie habe das ganze Jahr gespart, um nun 150 Euro spenden zu können, schrieb eine Seniorin.

Meiers bescheinigte dem Verein eine gleichbleibend gute Entwicklung. Ludgera Kessler machte zudem deutlich, dass fast das gesamte Geld aus Steinfurt stammt. So wurde die Ausschüttung im vergangenen Jahr zum Großteil von Spendern finanziert. 4700 Euro kamen zudem über Mitgliedsbeiträge herein. Die 188 Fördermitglieder zahlen je einen Euro pro Monat.

Der Verein wirbt regelmäßig bei öffentlichen Veranstaltungen für seine Arbeit. Allerdings: „Ehrenamtliche sprießen nicht aus dem Boden. Wir müssen darauf achten, dass wir sie nicht überfordern“, sagte Schneuing, der zudem hoffte, dass Ludgera Kessler „Vorsitzende auf Lebenszeit“ wird, da sie „wie keine andere Spendenakquise“ betreibe.

Der Verein war gegründet worden, um die 2011 mit Auslaufen eines Landesfonds für das Mittagessen in Schulen entstandene Lücke zu schließen, erinnerte Kessler. Es könne nicht sein, dass Kinder von 8 bis 16 Uhr ohne Mittagessen in der Schule säßen. Deshalb wolle der Verein Chancengleichheit schaffen und so auch zu den Schulabschlüssen beitragen. Dafür übernimmt der Verein für die Eltern bedürftiger Kinder den einen Euro Elternbeitrag, den die Erziehungsberechtigten an den Schulen zum täglichen Mittagessen beitragen müssen.



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