Di., 21.03.2017

Verkauf von Randsortiment bleibt Knackpunkt Verfahren um Gartencenter zieht sich hin

Was darf neben dem klassischen Garten- und Baumarkt-Angebot in dem Neubau auf der Sallandt-Fläche verkauft werden? Darum dreht sich jetzt die Diskussion.

Was darf neben dem klassischen Garten- und Baumarkt-Angebot in dem Neubau auf der Sallandt-Fläche verkauft werden? Darum dreht sich jetzt die Diskussion. Foto: Stadt Steinfurt

Burgsteinfurt - 

Das Randsortiment bleibt der Knackpunkt: Weil es weiter Unstimmigkeiten über den Verkauf von Geschenkartikeln, Spielwaren, Lampen oder Schnittblumen im geplanten neuen Garten- und Baumarkt auf der Fläche Sallandt gibt, zieht sich das Bauleitverfahren für das Gebäude weiterhin in die Länge.

Von Linda Braunschweig

Nach einem Gespräch mit den Beteiligten, zu denen neben Investor Jürgen Vähning die Bezirksregierung Münster, die Handwerkskammer, die Stadt Steinfurt sowie die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen gehören, steht fest, dass die Pläne ein weiteres Mal öffentlich ausgelegt und Stellungnahmen eingeholt werden müssen. In einem Verträglichkeitsgutachten wird sich das Büro Junker und Kruse zudem besonders den Randsortimenten widmen, kündigt Stefan Albers, Leiter des Fachdienstes Stadtplanung und Bauordnung, an.

Die Kritik aus den umliegenden Kommunen an dem Projekt bleibt. 2013 kam ein von IHK und Handwerkskammer in Auftrag gegebenes Gutachten des Büros Junker und Kruse zu dem Schluss, das Vorhaben sei für den übrigen Handel nicht verträglich. Dieses Gutachten diente als Grundlage für zahlreiche weitere Gespräche, in denen es vor allem um das Sortiment und die Größe des Marktes ging, bis schließlich im Mai 2016 ein Konsens erreicht wurde, den auch das Gutachterbüro als nicht schädlich erachtete.

Das Angebot des Bau- und Gartenmarkts mit 8690 Quadratmetern Verkaufsfläche auf dem Grundstück Sallandt sowie des Möbelmarkts im Petermann-Gebäude wurde genauestens abgestimmt. Um besser kontrollieren zu können, was verkauft wird, hat die Bezirksregierung Münster nun die Ausweisung eines Sondergebiets vorgeschlagen. Diese „Feinsteuerung“ war auch von Nachbarkommunen gefordert worden. Das Randsortiment auf 790 Quadratmetern darf in der bisherigen Fassung aus Haushaltswaren, Kunstgewerbe, Lampen, Aktionswaren zu Weihnachten und Ostern, Schnittblumen und Fachzeitschriften bestehen. Dies muss nun eventuell noch angepasst werden.

Dazu werden erneut alle Beteiligten um eine Stellungnahme gebeten. „Auch zum Artenschutz und zur Verkehrssituation sind noch Gutachten notwendig“, erläutert Albers. Der Planungsausschuss wird sich in seiner heutigen Sitzung um 18 Uhr im Rathaus damit befassen. „Wir hoffen, das Verfahren in diesem Jahr abschließen zu können“, sagt Stefan Albers.



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