So., 01.10.2017

Oktoberfest Borghorst Urwüchsig und krachledernd

Blau-weiße Glückseligkeit: Die zahlreichen feschen Madels trugen beim Borghorster Oktoberfest unzweifelhaft zur guten Laune bei.

Blau-weiße Glückseligkeit: Die zahlreichen feschen Madels trugen beim Borghorster Oktoberfest unzweifelhaft zur guten Laune bei. Foto: dk

Borghorst - 

Hoch her ging‘s beim Oktoberfest in Borghorst - dafür sorgte nicht nur Partykönigin Mia Julia. Über 900 Lederhosen-Buam und Dirndl-Madels feierten, was das Zeug hielt.

Von Dieter Klein

Die „Mia Julia“, hoch(-preisig) gehandelte Partykönigin von Mallorca, hätte sich Christian Iker eigentlich sparen können. Der Top-Star des Borghorster Oktoberfests kam zwar punktgenau um halbzehn Uhr abends am Ort des Geschehens an, konnte aber – wegen bühnentechnischer Probleme – erst später auftreten.

Egal. Denn da kochte das Festzelt am Flaßkamp bereits über. Angeheizt von der Spitzenband „Wiesenpower“ tanzten die Lederhosen-Buam und Dirndl-Madeln längst auf den Tischen. Und das seit Stunden. Wo auf ähnlichen „Wiesen-Doubletten“ im Umland um diese Zeit noch an der Garderobe gedrängelt wird, bogen sich in Borghorst schon krachend die Dielen. 900 Gäste tobten unter vorwiegend grellblauen oder signalroten Spots, was das Zeug hielt.

Schon der Auftakt war ein wahrer Kracher: Was auf der „Wiesn“, der Urmutter aller Oktoberfeste, nur selten gelang, schaffte Thomas Schoos, stadtbekannter Spaßmacher, ohne Vortraining: Mit nur einem Schlag donnerte er den Zapfhahn in das erste Fass Bayernbräu, der von da an bis drei Uhr in der Früh nicht mehr zugedreht wurde.

Für den Genießer gab es jede Menge zu sehen: Bildhübsche Madeln in schlicht karierten Wiesn-Blusen drängelten sich neben kunstvoll teuren Seiden-Fetzn, ohne dass das eine dem anderen die Show stehlen konnte. Hier wäre Gabalier auch schon mal in Borghorst gewesen: „I hob a engel sehn. Es hod so liab glocht, in diesa Saumstag Nocht ...“.

Ein großes Lob durfte sich Iker früh um drei an sein T-Shirt heften: Seine Organisation, seine Erfahrung mit Märkten und Events erwies sich unzweifelhaft als professionell. Auch das Heer von insgesamt 41 Mitarbeitern, darunter Zapfer, Kellnerinnen und Security, war stets hautnah am Geschehen.

Also noch einmal zusammengefasst: Für den Termin des nächsten Oktoberfestes in Borghorst sollte sich jeder Freund der blau-weißen Lebensart schon jetzt einen Tisch sichern. Dazu noch den Text einüben: „Un daun frogst du mi, Mogst mit mir dauzn gehen. I glaub I steh‘ auf Di!“

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