So., 01.10.2017

Erntedankmarkt Traditionsmarkt mit vielen Zugaben

 

  Foto: nix

Burgsteinfurt - 

Am Sonntag stand Burgsteinfurt ganz im Zeichen des Erntedankmarktes, diesmal durch Aktionen zum Reformationsjubiläum ergänzt. Bei Kaiserwetter besuchten wahre Besuchermassen die Altstadt.

Von Rainer Nix

Es ist schon ein vertrautes Bild: Die zackigen Klänge des Spielmannszuges Friedenau kündigen den Einzug der Erntekrone an, die von der Kötterfamilie an der Ecke Steinstraße/Leerer Straße aufgerichtet wurde. Am Sonntag stand Burgsteinfurt ganz im Zeichen des Erntedankmarktes, diesmal durch Aktionen zum Reformationsjubiläum ergänzt. Bei Kaiserwetter besuchten wahre Besuchermassen die Altstadt.

Feierlich fuhr Hans Knöpker morgens mit seinem Erntewagen, gezogen von zwei Haflingern, vor. Derweil spuckten die Männer der Kötterfamilie kräftig in die Hände. Mit geübten Handgriffen thronte die Erntekrone rasch an ihrem Platz, dekorativ gesäumt von etlichen Handwagen mit den Früchten des Herbstes.

Neben den Aktionen rund um das Lutherjahr gab es weitere Höhepunkte die nicht zum obligatorischen Ablauf gehörten. „Wir haben heute mehr als sonst zu bieten, das freut mich sehr“, so SMarT-Geschäftsführerin Marion Niebel. Mehrere Führungen durch die Stadt befassten sich mit dem Thema „Nachhaltige Mobilität für alle“. Ein Simulationsanzug ließ seine Träger altern, es gab behindertengerechte Führungen und mit Augenbinden wurde die Situation von Blinden simuliert. „Die Orientierung ausgerüstet nur mit einem Blindenstock ist unglaublich schwierig“, sagte ein Kandidat, der es einmal ausprobieren wollte.

Bewegend war der Auftritt eines Überraschungs-Flashmobs auf dem Marktplatz vor dem Stand der Evangelischen Kirchengemeinde. „We shall overcome“ sangen mehrere Chöre gemeinsam mit dem Publikum, begleitet von der Evangelischen Jugendband. Einen weiteren Flashmob steuerte die Musikschule bei. Auch der war nicht angekündigt und begeisterte das Publikum.

Das 2,50 Meter große Standbild Martin Luthers, das an vielen Plätzen Steinfurt bereits präsent war, stand mit neuer Grundierung in leuchtendem Weiß auf dem Marktplatz. Die bunten Zeichnungen vieler Kinder waren verschwunden. Jetzt ging Graffitikünstler Jan Fietz ans Werk und besprühte die Figur künstlerisch anspruchsvoll mit bunten Farben.

Ein Highlight war der Auftritt von Pfarrer Guido Meyer-Wirsching, der Heinz Epker als Reformator Martin Luther auf die Bühne holte. Eine wahrhaft ungewohnte, aber beeindruckend gespielte Rolle für den bekannten Mimen von der Niederdeutschen Bühne.



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