So., 01.10.2017

Kulturrucksack-Reihe Viel bewegt seit 2012

Steinfurter Flüchtlingskinder  führten ein Figurentheater auf. Die Aufführung fand beim Publikum viel positive Resonanz.

Steinfurter Flüchtlingskinder  führten ein Figurentheater auf. Die Aufführung fand beim Publikum viel positive Resonanz. Foto: lem

Steinfurt - 

Über fast ein halbes Jahr lang zogen sich die vielen Projekte im Rahmen des Kulturrucksacks in der Stadt Steinfurt hin. Am Samstag fand die Abschlussveranstaltung im OT-Heim St. Nikomedes statt. Die Ergebnisse von zwei dieser Projekte, an denen sich viele zehn- bis 14-jährige Kinder und Jugendliche beteiligt hatten, wurden im großen Mehrzweckraum des Jugendheimes präsentiert.

Von Matthias Lehmkuhl

Das Kulturrucksack-Abschlussfest nutzten die Steinfurter Kinder- und Jugendeinrichtungen, um eigene Aktionen vorzustellen. 14 Mädchen und Jungen des Kinderchors „Ohrwurm“ des OT-Heims unter der Leitung von Markus Lehnert und Doris Watermann führte das Kindermusical „Elecs Geheimnis“ auf. Die Kinderkiste war für kleine und große Graffitis zuständig. Das Dampfross zeigte einige Filme. Natürlich gab es auch süße und herzhafte Leckereien: Waffeln und Döner. Ein aufgeführtes Projekt des Kulturrucksacks war die Umsetzung eines Figurentheaters mit Steinfurter Flüchtlingskindern. Barbara Schonschor vom Jugendmigrationsdienst als Ansprechpartnerin der Kinder hatte mit Brigitte Bäumer, Initiatorin von „Kreativ in Steinfurt“, diese Aktion ins Leben gerufen. Die drei Jungs und zwei Mädchen lernten in der Phase der Umsetzung die deutsche Sprache. „Sie haben nicht nur die Figuren selbst gebaut, sondern auch die Handlung entwickelt. Leider wurde das bestehende Ensemble kurzfristig durcheinander gebracht, weil einige der Kinder zwischenzeitlich abgeschoben wurden“, erklärte Brigitte Bäumer. Trotz der Widrigkeiten funktionierte die Aufführung und die Puppenspieler erhielten viel Beifall.

Anschließend holte Cornelia Eissing Steinfurts Erste Beigeordnete Maria Lindemann und Landrat Dr. Klaus Effing auf die Bühne. Die Mitarbeiterin der Stadtbücherei hatte in den letzten Monaten mit Schülern aus der Klasse 5b des Gymnasiums Arnoldinum ein „Bookcasting“ organisiert. Die Gymnasiasten hatten Bücher aus verschiedenen Genres bewertet. „Allerdings sind wir nicht bis zu den Sachbüchern gekommen. Die werden wir heute casten“, erklärte Eissing. Maria Lindemann und Klaus Effing hatten zusammen mit einem Mädchen und einem Jungen die Aufgabe, Punkte an fünf Sachbücher zu verteilen. So mussten sie beispielsweise den Titel und das Cover bewerten. Sieger wurde das Sachbuch mit dem vielsagenden Titel „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“

Seit 2012 findet die Aktion Kulturrucksack in den 22 Kommunen des Kreises Steinfurt statt. 7900 Euro hat die Stadt Steinfurt in diesem Jahr für dieses Projekt bekommen. Die Koordinierung und Organisation hatte Marion Niebel inne. Die SMarT-Geschäftsführerin lobte den Kulturrucksack: „Die Projekte waren gut besucht. Ein tolles Teilergebnis konnten wir heute live erleben.“



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