So., 05.11.2017

Schützenempfang Tradition mit Kreativität wahren

Eine starke Gemeinschaft: Die amtierenden Majestäten der Schützenvereine sowie die närrischen Oberhäupter der Stadt. Das Prinzenpaar hatte sogar seine kleine Tochter Julia mitgebracht.

Eine starke Gemeinschaft: Die amtierenden Majestäten der Schützenvereine sowie die närrischen Oberhäupter der Stadt. Das Prinzenpaar hatte sogar seine kleine Tochter Julia mitgebracht. Foto: Eugen Oskamp

Steinfurt - 

Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer freute sich über ein „beeindruckendes Bild“: Zahlreiche gekrönte Königspaare, Stadtkaiserin und das Dreigestirn der Stadt waren der Einladung gefolgt und zum Empfang im Bürgersaal des Rathauses gekommen. Es ist eine Traditionsveranstaltung, bei der die Stadtspitze dem Schützen- und Karnevalswesen ihre Wertschätzung zeigen will.

Von Karl Kamer

Beim traditionellen Schützenempfang der Kreisstadt Steinfurt saß die kleine Tochter des Stadtprinzenpaares zusammen mit Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, der Ersten Beigeordneten Maria Lindemann und dem Präsidenten der Vereinigten Schützen, Georg Hellmann, in der ersten Reihe: Die erst sieben Wochen alte „Prinzessin“ Julia interessierte aber Glanz und Glamour im Bürgersaal wenig. Sie genoss die Nähe zu ihren Eltern, dem Prinzenpaar Ina I. und Volker I.

Die Bürgermeisterin, die mit ihren beiden Stellvertretern Hans Günter Hahn und Klaus Meiers gekommen war, freute sich über ein „beeindruckendes Bild“, dass ihr die vielen gekrönten Königspaare, die Stadtkaiserin Anika Meis und das Dreigestirn der Stadt boten. „Es ist ein sichtbares Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung, zur Wahrung unserer Tradition“, charakterisierte der Vereinigtenpräsident den Empfang, bevor er zusammen mit dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft der Burgsteinfurter Schützenvereine, Horst Neier, die versammelten Majestäten vorstellte.

Sowohl Schützen- als auch Karnevalswesen hätten eine Jahrhunderte lange Tradition. Doch diese erhalte sich nicht von selbst, so Hellmann. Gerade in jüngster Zeit müsse man immer wieder feststellen, dass durch die große Zahl der Freizeitangebote starke Konkurrenz erwachsen sei. Hellmann: „Die Traditionsvereine müssen besonders gut hinschauen, wie sie sich attraktiv für die Zukunft aufstellen und der Bevölkerung präsentieren können.“

Beispielhaft seien die Aktivitäten der Vorstädter Schützen in Burgsteinfurt. Sie ließen sich immer wieder, vor und auch nach ihrem Vereinsfest, etwas einfallen. Dadurch brächten sie sich positiv ins Gespräch. Ein gutes Beispiel seien zudem die Aktivitäten zum Karneval der Session 2016/17. „Ich glaube, dass kreative Ideen genau das Richtige sind, um im Gespräch zu bleiben“, betonte Hellmann. Frei nach dem Motto „Altes erhalten und Neues gestalten“ müsse man neue Wege finden, um sich auszuzeichnen. Die Vereine hätten sicherlich unterschiedliche Traditionen und ganz individuelle Vereinsrichtungen. Das sei gut so.

„Gestalten wir die Zukunft gemeinsam“, rief der Präsident den Schützen zu. Dies hieße sicherlich auch Mut zu haben und eigene Egoismen beiseite zu schieben. „Da wir mit dem Schützenwesen in unserer Stadt mehrere tausend Mitglieder verzeichnen, sollte uns bewusst werden, dass wir in der Zusammenarbeit noch deutlich Luft nach oben haben“, betonte der Präsident abschließend.



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