Di., 07.11.2017

Schwerer Unfall Autofahrer bei Frontalzusammenstoß auf B54 lebensgefährlich verletzt

Schwerer Unfall: Autofahrer bei Frontalzusammenstoß auf B54 lebensgefährlich verletzt

Die B54 wurde am Montag wegen eines schweren Unfalls für mehrere Stunden voll gesperrt. Foto: Jens Keblat

Burgsteinfurt - 

Bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 54 bei Burgsteinfurt sind am frühen Montagabend drei Menschen teils lebensgefährlich verletzt worden. Auch eine Ersthelferin musste vom Rettungsdienst versorgt werden. Die Fahrbahn blieb bis in die Nacht hinein in beide Richtungen gesperrt.

Von Jens Keblat

Nach bisherigen Erkenntnissen waren ein Mann (25) und eine Frau (20) aus Hamm in Richtung Münster unterwegs, als der 25-jährige Fahrer aus noch ungeklärter Ursache unmittelbar hinter der Abfahrt Wettringer Straße die Kontrolle über seinen Opel Corsa verlor. Das Auto touchierte die Leitplanke rechts neben der Fahrbahn und wurde zurückgeschleudert. Auf der Gegenfahrbahn kollidierte er mit einem entgegenkommenden VW Passat. Der Corsa überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Der Passat prallte im Frontbereich stark deformiert gegen eine Leitplanke.

Fahrer lebensgefährlich verletzt

Die Fahrerin des Passats, eine 35-jährige Frau aus Ochtrup, erlitt nach Polizeiangaben schwere Verletzungen, ebenso die 20-jährige Beifahrerin in dem Kleinwagen. Der 25-jährige Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt. 

Um 17.52 Uhr waren die Freiwillige Feuerwehr Steinfurt, der Rettungsdienst und die Polizei zu dem Verkehrsunfall auf der B54 nahe der Anschlussstelle B499/Wettringer Straße alarmiert worden.

„Wir haben umgehend eine Sofortrettung der Insassen eingeleitet“, erklärte Christoff Schwarz, Pressesprecher der Feuerwehr Steinfurt. Dazu hätten die Einsätzkräfte den Wagen stabilisieren müssen, die Rettung sei kompliziert gewesen. „Die Person, die in dem anderen Fahrzeug gewesen ist, konnte selbständig aus diesem herauskommen“, so Schwarz. Das Paar aus Hamm wurde hingegen in dem vollkommen beschädigten Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Die Fahrbahn, an der Unfallstelle befinden sich zwei Fahrspuren in Richtung Münster und eine in Richtung Ochtrup/Gronau, blieb zwischen den Abfahrten Bagno und Sonnenschein bis kurz vor Mitternacht komplett gesperrt. Ein Dekra-Sachverständiger untersuchte die Unfallstelle. Die Polizei hat die weitergehenden Ermittlungen aufgenommen.

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Nicht nur auf den Autobahnen in der Region, auch auf der B54 haben es die Retter nicht immer einfach, zur Einsatzstelle zu gelangen, vor allem, wenn der Platz für eine Rettungsgasse nicht ausreicht. Zur Situation am Montagabend erklärte Feuerwehr-Pressesprecher Christoff Schwarz: „Wir sind verhältnismäßig gut durchgekommen, dadurch dass wir hier im dreispurigen Bereich sind und die Verkehrsteilnehmer uns links und rechts Platz gemacht haben. Dadurch dass wir nicht im Zugverband ausrücken, ist natürlich immer problematisch, dass die Gasse immer wieder zugemacht wird. Ein großes Problem haben wir, wenn Verkehrsteilnehmer auf der B54 wenden, um der Vollsperrung zu entgehen. Das ist für die Einsatzkräfte immer sehr gefährlich.“

Ersthelferin unter Schock

Im Einsatzverlauf musste auch noch eine weitere Person rettungsdienstlich behandelt werden: „Wir hatten eine Ersthelferin, die an der Einsatzstelle kollabiert ist“, so Schwarz weiter, der das couragierte Eingreifen der Frau ausdrücklich lobte. Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht.



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