Di., 07.11.2017

Neue Flügel sind nur der erste Schritt Die Flügel sind erst der Anfang

Mit einem Schwertransporter wurden am Montagabend die neuen Flügel für die Hollicher Mühle angeliefert.

Mit einem Schwertransporter wurden am Montagabend die neuen Flügel für die Hollicher Mühle angeliefert. Foto: Axel Roll

Burgsteinfurt - 

Heimlich, still und leise schlich sich der Schwertransporter aus den Niederlanden im Schutz der Dunkelheit am Montagabend bis vor die Hollicher Mühle. Auf dem über 20 Meter langen Auflieger: die niegelnagelneuen Flügel für das weithin sichtbare Wahrzeichen der Burgsteinfurter Bauerschaft, maßgeschneidert in einem auf solche Arbeiten spezialisierten Betrieb im Nachbarland. Wenn alles glatt läuft, sollen die Arme noch in dieser Woche montiert und die Mühle damit wieder voll funktionstüchtig werden.

Von Axel Roll

„Drei Jahre haben wir auf die Neuanschaffung hingearbeitet“, erläuterte Hans Knöpker vom Förderkreis Hollicher Mühle. Alleine sei die finanzielle Kraftanstrengung trotzdem nicht zu stemmen gewesen. Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung steuert zu den rund 60 000 Euro teuren Flügeln ein erkleckliches Sümmchen bei.

Die alten jeweils zwölfeinhalb Meter langen Blätter waren 20 Jahre lang Wind und Wetter ausgesetzt – und damit so marode, dass sie nicht mehr repariert werden konnten. „Schon allein aus Sicherheitsgründen mussten wir diesen Schritt gehen“, so Hans Knöpker. Gar nicht auszudenken, wenn sich ein Flügel aus seiner Verankerung verabschiedet hätte. . .

Fotostrecke: Neue Flügel für die Hollicher Mühle

Mit der Montage sind die Renovierungsarbeiten an der 200 Jahre alten Kappenmühle aber noch lange nicht abgeschlossen, wie Hans Knöpker berichtet: „Wenn wir es schaffen, soll noch in diesem Jahr das Stertwerk ersetzt werden.“ Damit wird vom Boden aus die Kappe mit den Flügeln in den Wind gedreht. Auch dabei hat das Holz über die Jahre trotz intensiver Pflege so gelitten, dass ein Austausch unumgänglich geworden ist. Die NRW-Stiftung gewährt für dieses Projekt ebenfalls einen Zuschuss.

Und der Förderkreis hat schon die nächste Maßnahme fest ins Auge gefasst. So soll in den kommenden zwei Jahren die Holzschindelhaut der Mühle ersetzt werden. Erst danach hoffen die Mühlenfreunde, für einen längeren Zeitraum von größeren Renovierungsmaßnahmen verschont zu bleiben. Denn: „Wir müssen ums Geld kämpfen“, macht Hans Knöpker unmissverständlich klar. Dass sich dieser Kampf lohnt, erleben die Förderkreis-Mitglieder immer wieder, wenn die Besucher begeistert auf die sich drehenden Windmühlenflügel schauen.

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