Fr., 10.11.2017

Stressig aber spannend Die gute Fee für Unternehmen

Über Arbeitsmangel kann sich Debbie Kattenbeck wahrlich nicht beklagen. Aufgrund einer Personalrochade im Rathaus nimmt sie derzeit mehrere Jobs wahr – das soll sich aber bald ändern, damit sie ihre volle Aufmerksamkeit der Wirtschaftsförderung widmen kann.

Über Arbeitsmangel kann sich Debbie Kattenbeck wahrlich nicht beklagen. Aufgrund einer Personalrochade im Rathaus nimmt sie derzeit mehrere Jobs wahr – das soll sich aber bald ändern, damit sie ihre volle Aufmerksamkeit der Wirtschaftsförderung widmen kann. Foto: bsch

Steinfurt - 

Die Ansiedlung neuer Unternehmen in der Stadt ist natürlich das Aushängeschild einer Wirtschaftsförderung. Debbie Kattenbeck will aber auch für bereits ansässige Betriebe stets ansprechbar sein, um ihnen in Fragen, die die Stadtverwaltung betreffen, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Von Bernd Schäfer

Momentan ist Debbie Kattenbeck noch eine gespaltene Persönlichkeit. Jedenfalls was ihren Job angeht: Die 26-Jährige ist seit Mitte Oktober für die Wirtschaftsförderung der Stadt Steinfurt zuständig. Und hat gleichzeitig noch ihre alte Stelle im Fachdienst Stadtplanung und Bauordnung.

Und vertritt ihre Vorgängerin Elke Viefhues, die sich jetzt um die städtischen Liegenschaften kümmert – bislang der Bereich von Kerstin Timmers, die jetzt den Fachdienst Baubetrieb leitet.

Über Langeweile muss sich Debbie Kattenbeck also wohl kaum beklagen. „Das ist aber ein interessanter und spannender Stress – es sind viele tolle Themen dabei“, lacht die studierte Bachelor of Laws, die darüber hinaus auch noch ein berufsbegleitendes Studium als Master of Public Administration absolviert.

Bald soll diese „Reise nach Jerusalem“ im Rathaus aber beendet sein, dann kann Debbie Kattenbeck sich mit voller Kraft in ihre neuen Aufgaben stürzen. Denn sie will ja nicht nur am Telefon sitzen und darauf warten, dass ein Betrieb anruft. „Es geht in der Wirtschaftsförderung ja nicht nur darum, neue Unternehmen anzusiedeln“, betont sie. „Es geht auch darum, bestehende Betriebe dabei zu unterstützen, sich an ihrem Standort in Steinfurt zu optimieren.“ Dazu muss man natürlich erst einmal wissen, was Unternehmen überhaupt wollen. „Im Rahmen meiner Masterarbeit werde ich demnächst einen Fragebogen erstellen, in dem ermittelt wird, was Firmen sich von der Stadt wünschen.“

Und auch abseits davon will sie enge Kontakte zu den in Steinfurt angesiedelten Gewerbetreibenden halten. „Ich bin das Bindeglied zwischen den Unternehmen und der Stadtverwaltung.“ Deshalb sei das Wort „Kommunikation“ einer der wichtigsten Begriffe, die mit der Wirtschaftsförderung verbunden sind. Sowohl mit Betrieben als auch innerhalb des Rathauses – damit sie wie eine gute Fee Wünsche erfahren und im Idealfall gemeinsam mit den Fachdiensten erfüllen kann.

Im Steinfurter Rathaus ist die Mesumerin übrigens schon seit 2011 unterwegs, als sie nach dem Abitur ihr Duales Studium begann. Entsprechend gut kennt sie sich mittlerweile in Steinfurt aus – obwohl sie weiß, dass sie wahrscheinlich noch nicht jeden Winkel kennt. „Steinfurt hat so viele schöne Ecken, die kann man nicht alle kennen“, schmeichelt sie. Immerhin: Im Fachdienst Planung gehörte die Beschilderung in der Stadt eine ganze Zeit zu ihren Aufgaben – also weiß sie zumindest, wo‘s lang geht.

Als Wirtschaftsförderin will sie für Steinfurt einiges in Bewegung setzen. Denn: „Wenn man etwas vorangebracht hat, fühlt sich das einfach gut an.“



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