Fr., 10.11.2017

Wilde Unfallverursacher Wildschweine vorm Grill

Dieses Wildschwein wurde bei einem Unfall am Donnerstag auf der B54 nahe der Abfahrt Bagno getötet.

Dieses Wildschwein wurde bei einem Unfall am Donnerstag auf der B54 nahe der Abfahrt Bagno getötet.

Steinfurt - 

Jäger: Müssen uns komplett umstellen

Von Axel Roll

Das letzte Mal hat es am Donnerstagmorgen auf der B 54 in der Nähe der Abfahrt Bagno geknallt. „Das Auto war hin“, weiß Hegeringsleiter Dietmar Mikolaiski. Kein Wunder. Der Fahrer war nämlich mit einem etwa 70 Kilo schweren Wildschwein kollidiert. Unfälle mit Schwarzwild häufen sich. Dietmar Mikolaiski weiß in Steinfurt von einem weiteren Unfall auf der Bundesstraße in Borghorst am Blitzer. „Und auf der Landstraße im Bagno gab es diese Kollisionen schon öfter in letzter Zeit.“

Die Jäger warnen die Autofahrer eindringlich aufzupassen. „Ein Reh wiegt vielleicht 15 Kilo. Ein Wildschwein bringt schnell das Fünffache auf die Waage. Wenn es dann kracht, hat das ganz andere Auswirkungen“, weiß der Hegeringsleiter. Dass sich das Schwarzwild im Münsterland immer stärker ausbreitet, beobachten die Jäger schon seit geraumer Zeit. „Wir müssen uns komplett umstellen“, weiß Dietmar Mikolaiski. Mit Schrot dürfen die Tiere nicht gejagt werden.

Die Kreispolizeibehörde kann die Zunahme von Unfällen mit Wildschweinen nicht bestätigen. Pressesprecher Reiner Schöttler: „Wir differenzieren in der Statistik nicht nach der Wildart.“ In Steinfurt haben die Unfälle zwischen Januar und August im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. In 2016 waren es 81, in diesem Jahr 64.



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