Di., 09.01.2018

Prozess vor dem Amtsgericht „Jeder hat auf jeden geschlagen“

 

  Foto: dpa

Steinfurt - 

Eine Schlägerei nach einer Zeltparty am Borghorster Flaßkamp fand gestern ihre Fortsetzung vor dem Steinfurter Amtsgericht. Die beiden Angeklagten, zwei junge Männer im Alter von 18 und 23 Jahren, sollen am 17. Juni vergangenen Jahres eine Schlägerei provoziert und dabei einen 28-jährigen Borghorster gemeinsam festgehalten und verprügelt haben.

Von Bernd Schäfer

Den Schilderungen der Zeugen nach soll der 23-Jährige den Streit mit Beleidigungen gegen zwei junge Frauen begonnen haben. Zunächst eilte der 28-Jährige seiner Freundin zu Hilfe und schubste den Angeklagten dabei weg. Aus der Schubserei entwickelte sich dann eine Schlägerei: „Jeder hat auf jeden, der ihm gerade in die Quere gekommen ist, draufgeschlagen“, beschrieb eine Zeugin die Situation.

Auch wenn es kaum möglich war, den exakten Hergang nachzuvollziehen, stand für Richter und Staatsanwalt am Ende der Beweisaufnahme fest: Irgendwann im Lauf der Auseinandersetzung hielt der 18-Jährige den Geschädigten von hinten fest und der Angeklagte nutzte die Situation, um ihm mindestens fünf Faustschläge ins Gesicht zu versetzen.

Da nicht auszuschließen war, dass der 18-Jährige den Geschädigten nur aus dem Geschehen ziehen wollte, wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt. Der 23-jährige Mitangeklagte allerdings wurde aufgrund seines Vorstrafenregisters zu sechs Monaten Haft auf Bewährung plus 150 Stunden Sozialdienst verurteilt.



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