Fr., 12.01.2018

Flüchtlinge in Steinfurt: Unverändert entspannt

In den Neubauten an der Elisabethstraße stehen noch Wohnungen leer. Die Stadt ist froh, dass sie noch einen Puffer für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen hat.

In den Neubauten an der Elisabethstraße stehen noch Wohnungen leer. Die Stadt ist froh, dass sie noch einen Puffer für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen hat. Foto: ar

Steinfurt - 

„Unverändert entspannt“ charakterisiert Maria Lindemann die Flüchtlingssituation in Steinfurt. So verfügt die Stadt für die Erstunterbringung einen beruhigenden Wohnraum-Puffer. Schwierig gestaltet sich allerdings die dauerhafte Unterbringung nach der Anerkennung der Asylsuchenden, wie die Erste Beigeordnete betont.

Von Axel Roll

Laut Aufnahmekontingent müsste die Stadt noch 37 Asylsuchende aufnehmen, anerkannte Flüchtlinge fehlen noch sieben, um voll im Soll zu sein. Wie Helga Sundermeier als zuständige Fachdienstleiterin erläutert, wurden der Stadt zuletzt im Mai und Juni 2017 rund 50 Kriegsflüchtlinge zugewiesen.

In den neugebauten Wohnungen an der Elisabethstraße, im ehemaligen Schützenhof an der Arnold-Kock-Straße und in den Containern am Rathaus gibt es überall noch Unterbringungskapazitäten. „Das ist auch gut so“, betont die Fachdienstleiterin. „Einen Puffer können wir gut gebrauchen.“ Außerdem zeige die Erfahrung, dass es in Unterkünften komplikationsloser zugehe, wenn sie nicht so eng belegt seien.

Zurzeit gibt es in der Stadt 243 Personen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten. Die meisten davon, nämlich 112, sind älter als 25 Jahre. Die überwiegende Zahl ist männlich (162), 81 sind weiblich. 29 kommen aus dem Irak, 25 aus Afghanistan, 20 aus Serbien und 12 aus Syrien. Die überwiegende Anzahl, nämlich 140, wird in der Statistik der Stadt unter Sonstige geführt. Die meisten sind in Burgsteinfurt (141 zu 102) untergebracht.

Das im vergangenen Mai auf den Weg gebrachte Konzept zur Integration steht kurz vor der Fertigstellung. Wie Erste Beigeordnete Maria Lindemann sagt, wird der Entwurf jetzt der Lenkungsgruppe vorgestellt, die alle Integrationsaktivitäten in der Stadt koordiniert. Im Februar soll das Papier in den zuständigen Ausschüssen beraten werden. „Und dann hoffen wir, dass es im März im besten Fall einstimmig vom Rat verabschiedet wird“, so die zuständige Dezernentin.



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