Mo., 05.02.2018

Öffentliche Sitzung Jugendrat steigt in die Themenarbeit ein

Vandalismus ist eines der Schwerpunktthemen, mit denen sich der Jugendrat künftig beschäftigen will. Das Bild stammt ganz aktuell vom Wochenende und zeigt ein Buswartehäuschen am Burgsteinfurter Bahnhof.

Vandalismus ist eines der Schwerpunktthemen, mit denen sich der Jugendrat künftig beschäftigen will. Das Bild stammt ganz aktuell vom Wochenende und zeigt ein Buswartehäuschen am Burgsteinfurter Bahnhof.

Steinfurt - 

Für alle Steinfurter Jugendlichen ein offenes Ohr haben und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen: Das hat sich der Jugendrat auf seine Fahnen geschrieben. Künftig soll das Sprachrohr der Heranwachsenen in der Stadt regelmäßig einmal im Monat tagen, um über Themen zu beraten, die ihnen auf den Nägeln brennen.

Von Ralph Schippers

Auftakt dieses neuen Turnus war am vergangenen Sonntag, als das 20-köpfige Gremium im Burgsteinfurter Jugendzentrum Talentschuppen zusammenkam. Öffentlich wohlgemerkt, denn hinter verschlossenen Türen soll nicht diskutiert werden. „Die Gruppe ist immer offen für neue Ideen wie auch neue Personen“, sagt Ute Kriens, die als Stadtjugendpflegerin nicht nur die Sitzung am Sonntag, sondern künftig auch alle folgenden neben Michael Horstmann vom Stadtjugendring und Klaus Priggen begleiten wird.

Nach einer Anlaufphase, in der intern Strukturen und Ziele unter anderem während einer Klausurtagung in Bonn festgezurrt worden waren, will der Jugendrat nun in die konkrete Themenarbeit einsteigen. Das erste, weil sehr drängende Feld dabei soll das des Problems des Vandalismus, der Jugendkriminalität und des Drogenmissbrauchs werden. „Gefühlt ist das alles auf dem Vormarsch“, gibt Ute Kriens die Einschätzung der Gremiumsmitglieder wieder. Aber: Entspricht dieses Empfinden auch der Realität?

Dazu wollen sich die Jugendlichen Expertenrat einholen und zum Beispiel Vertreter der Polizei und der Jugendarbeit an den Tisch holen. In einem zweiten Schritt soll dann beurteilt werden, wie drängend das Problem auf lokaler Ebene ist und was der Jugendrat unternehmen kann, um gegenzusteuern.

Ute Kriens zeigte sich im Gespräch mit dieser Zeitung zuversichtlich, dass der nun formierte Jugendrat die Fähigkeit bezieht, seine selbstgestellten Aufgaben zielgerichtet zu erfüllen. „Das Gremium ist so aufgestellt, dass Kontinuität gegeben ist“, ist sich die Stadtjugendpflegerin sicher. Zwar sei eine gewisse Fluktuation vorhanden und auch gewünscht. Aber ein starker Umbruch oder gar Auseinanderfallen sei nicht zu erwarten.

Langfristiges Ziel sei es, den Jugendrat, der zurzeit nur als lose Interessengemeinschaft existiert, zu einem etablierten Gremium mit gewählten Mitgliedern werden zu lassen. „Wir freuen uns über jeden Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, der zu uns stößt – auch wenn es nur um bestimmte Themen geht“, so Ute Kriens abschließend.

Zum Thema

Die nächste öffentliche Sitzung des Jugendrates findet am 4. März (Sonntag) im OT-Heim in Borghorst statt. Anschließend geht es immer am ersten Sonntag eines Monats jeweils abwechselnd in Burgsteinfurt und Borghorst mit weiteren Sitzungen weiter.



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