Di., 06.02.2018

Pläne für Tabakfabrik Rotmann „Wir sind auf dem richtigen Weg“

Hinter der Tabakfabrik Rotmann wollen die Investoren zwei Mehrfamilienhäuser bauen. Die Pläne sollen jetzt ein zweites Mal angepasst werden, um alle Interessen unter einen Hut zu bekommen.

Hinter der Tabakfabrik Rotmann wollen die Investoren zwei Mehrfamilienhäuser bauen. Die Pläne sollen jetzt ein zweites Mal angepasst werden, um alle Interessen unter einen Hut zu bekommen. Foto: Axel Roll

Burgsteinfurt - 

Es ist der letzte Versuch, das Projekt Tabakfabrik Rotmann zu retten, betont Architekt Jirka Lux. Wie der konkret aussehen könnte, dazu machte er noch keine Angaben. „Wir stimmen uns in diesen Tagen erst einmal mit allen Beteiligten ab“, warb das Mitglied des münsterischen Büros Archplan für Verständnis. Am Montagabend stellte Lux die Lösungsansätze in einigen Fraktionen des Steinfurter Rats vor.

Von Axel Roll

„Der Investor hat sich noch weiter bewegt, um die Wünsche von Anliegern und der Politik zu berücksichtigen“, so Jirka Lux auf WN-Anfrage. Er sieht die Planungen für Um- und Neubauten rund um die Tabakfabrik damit „auf einem guten Weg“. Der Architekt wörtlich: „Wir wollen das Projekt auf jeden Fall retten.“

Bekanntlich sind es die beiden Mehrfamilienhäuser, die das Investorenduo Max und Christoph Schulte zwischen Tabakfabrik und dem Baugebiet Spinnerei Rolinck bauen will. Sie werden von Anliegern und weiten Teilen der Politik als zu massiv und damit städtebaulich unverträglich an dieser Stelle angesehen. Die Reduzierung um ein auf zweieinhalb Geschosse brachte noch nicht den Durchbruch, im jüngsten Planungsausschuss regten die Politiker eine architektonische Auflockerung der Fassaden an. Den Altbestand der Fabrik möchten die Investoren in erster Linie zu Wohnungen umbauen. Dieser Teil des Projekts ist unstrittig. Architekt Jirko Lux machte aber erneut deutlich, dass die Neubauten notwendig sind, um das Invest wirtschaftlich gestalten zu können. Stefan Albers als zuständiger Fachdienstleiter im Rathaus hatte die neuen Ideen am Dienstag noch nicht gesehen, wie er auf Anfrage sagte.

Jirko Lux hat am Montag die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen bereist. Zusammen mit dem Investor präsentierte er neue Pläne. Rainer Abeling, „Planungschef“ bei der SPD, sieht darin eine gute Grundlage, um das Projekt jetzt zu verwirklichen. „Da wurde richtig was gemacht“, so Abeling. Die neuen Überlegungen sollen jetzt der Verwaltung und dem Gestaltungsrat vorgestellt werden. Außerdem will Abeling der Bürgermeisterin vorschlagen, einen Runden Tisch mit den Anwohnern zusammenzurufen. Abeling ist auch optimistisch: „So ist das Projekt zu retten.“

Dietmar Dertwinkel, Sprecher der Anlieger, betonte auf Anfrage erneut, dass es den Bewohnern des Neubaugebiets nicht darum gehe, „irgendetwas zu verhindern“. „Wir sind uns im Klaren, dass dort keine Einfamilienhäuser gebaut werden können, weil der Investor natürlich auch seine Interessen hat“, so Dertwinkel. Aber die Massivität der geplanten Gebäude stoße auf Kritik. Die Reduzierung der Geschosse sei ein Schritt in die richtige Richtung gewesen, aber aus Sicht der Anlieger nicht ausreichend. So müsse der „Kasernenbaustil“ aufgebrochen und die Einfahrt der Tiefgarage verlegt werden.

„Wenn uns der Investor an seinen neuen Überlegungen beteiligt, freuen wir uns sehr darüber“, so Dertwinkel. Er bedauert, dass die Verwaltung bislang von sich aus keine Informationen weitergegeben habe.



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