Do., 22.09.2016

Auf dem Wasen Was das Cannstatter Volksfest zu bieten hat

Noch sind die Bierkrüge leer...

Noch sind die Bierkrüge leer... Foto: Christoph Schmidt

Am Freitag geht die Festzeit in Stuttgart los. 17 Tage wird auf dem Cannstatter Volksfest getrunken und getanzt. Von einer halben Million Brathähnchen bis zum Freifallturm wird viel geboten auf dem Wasen.

Von dpa

Stuttgart (dpa) - Wenn das Wetter herbstlich und ungemütlich wird, geht es in den Zelten des zweitgrößten Volksfests in Deutschland erst richtig los. Zum 171. Mal feiern die Menschen in Stuttgart auf dem Cannstatter Volksfest auf dem Wasen-Gelände (23. September bis 9. Oktober).

Hier Wissenswertes rund um den Wasen:

STROM und SITZE: Auf dem Wasen-Gelände und in den zehn Festzelten gibt es rund 35 000 Sitzplätze. Die Buden und Festzelte verbrauchen in zwei Wochen Volksfest rund 1,7 Million Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 700 Zweipersonen-Haushalten. Auch das Wasser fließt in rauen Mengen: Rund 22 000 Kubikmeter Wasser strömen durch die Leitungen.

WASEN-BESUCHER: Die deutschen Wasengänger kommen vor allem aus dem Südwesten, aber auch aus dem Rest Deutschlands. «Der Wasen ist kleiner und familiärer als das Oktoberfest, daher kommt ein anderes Klientel nach Stuttgart», sagte ein Sprecher des Veranstalters. Es herrsche keine Konkurrenz.

INTERNATIONAL: Bis zu vier Millionen Menschen treiben sich auf dem 37 Hektar großen Festplatz herum. Schätzungen des Veranstalters zufolge kommt die größte ausländische Besuchergruppe aus Italien. Außerdem besuchen den Wasen gern Engländer, Schweizer, Franzosen und Menschen aus den Beneluxstaaten.

SICHERHEIT: Wie bei allen großen Festen sind auch auf dem Wasen die Sicherheitsvorkehrungen erhöht: An den Zugängen werden dem Veranstalter zufolge doppelt so viele Beamte eingesetzt. Außerdem setzt die Polizei mehr als zehn Kameras zur Videoüberwachung ein und Rucksäcke werden kontrolliert. Eine konkrete Gefährdungslage gebe es aber nach wie vor nicht, hieß es bei der Polizei.

GERSTENSAFT: Eine Maß Bier kostet diesen Herbst zwischen 9,90 und 10,20 Euro. Wer kein Bier mag, bekommt Alternativen geboten: In zwei Zelten gibt es Weine und Sekt aus Württemberg.

ESSEN: Eine halbe Million Brathähnchen, auf Schwäbisch «Göckele» genannt, verspeisen die Wasen-Besucher insgesamt. Auch Veganer müssen nicht hungern: In einigen Zelten werden Gerichte wie frittierte Mais-Nuggtes serviert.

TRADITION: Traditionsbewusst geht es beim Trachtenumzug am 25. September zu. 3500 Trachtenträger ziehen in 100 Gruppen durch den Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt. Schon seit das Volksfest besteht, können Besucher auf dem Krämermarkt Haushaltswaren, Schmuck, Kunst oder Geschenkartikel kaufen.

TRACHTEN: Neu ist dieses Jahr ein Dirndl-Verleih direkt auf dem Volksfest. Die Dirndl können online vorbestellt oder direkt auf dem Festplatz anprobiert werden. Dreiviertel der Besucher tragen den Veranstaltern zufolge am Wochenende Trachten. Extra für den Wasen wurde eine Dirndl-Kollektion kreiert. Sie soll eine Mischung aus altwürttembergischen Trachten und den neuesten Dirndl-Trends darstellen.

FRUCHTSÄULE: Die Säule ist das Wahrzeichen des Cannstatter Volksfests. Die Bedeutung als ursprünglich landwirtschaftliches Erntedankfest soll mit dieser Säule symbolisiert werden, daher ist sie mit Früchten, Getreide und Gemüse geschmückt. Bereits beim ersten Volksfest 1818 ragte eine ähnliche Säule zwischen den Ständen hervor.

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