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Mi., 08.11.2017

Wissenschaft EasyPark: Dienstleister ermöglicht Parkscheinbuchung via Smartphone

Wissenschaft: EasyPark: Dienstleister ermöglicht Parkscheinbuchung via Smartphone

Foto: Colourbox.com

Die Parkplatzsuche in Innenstädten kann nervenaufreibend sein und viel Zeit in Anspruch nehmen: wurde ein Parkplatz gefunden, muss der Parkscheinautomat gefunden und ein Parkschein gezogen werden - sofern überhaupt genügend Kleingeld vorhanden ist. Eine neue App soll an diesem seit Jahren bekannten Vorgehen etwas ändern und den Prozess deutlich vereinfachen. Wie funktioniert die Anwendung und welcher Vorteil besteht für die Nutzer?

Manuelles Parkschein-Ziehen bald nicht mehr notwendig

Die App des Dienstleisters EasyPark soll seinen Nutzern das lästige Procedere abnehmen, einen Parkschein zu ziehen. Die Anwendung ist dabei denkbar einfach: Nachdem die Parkzone in der Kartenansicht der Anwendung ausgebildet wurde, wird dem Nutzer ein so genannter Zonencode übermittelt. Im Zweifel findet sich dieser Zahlencode auch am Parkscheinautomaten. In Verbindung mit der aktuellen Uhrzeit lässt sich durch diesen Zonencode der Parkvorgang starten. Zuvor müssen die Nutzer allerdings das eigene Fahrzeug anhand des Kennzeichens in die App eingespeichert haben. Die anhand der eingestellten Parkdauer ermittelten voraussichtlichen Parkkosten werden nach dem Starten des Parkvorgangs angezeigt. Sollte hier ein Fehler bemerkt werden, lässt sich der Vorgang innerhalb von 3 Minuten wieder stornieren. Nach der Rückkehr zum Fahrzeug wird eine Beendigung des Parkvorgangs bestätigt.

Parkzeit unterwegs erhöhen

Der besondere Vorteil dieser Anwendung liegt aber nicht nur darin, dass es vollkommen überflüssig wird, einen Parkschein zu ziehen. Nutzer können ganz einfach von unterwegs die Parkzeit verlängern; bei einer Überschreitung wird durch die Anwendung ein Hinweis ausgegeben und die längste mögliche Parkzeit gewählt. Auf diese Weise lassen sich Strafzettel wegen Parkens ohne Parkschein wirkungsvoll verhindern. Die Kontrolle des Fahrzeugs erfolgt üblicherweise heute über die Kennzeichen, sodass hier ebenfalls nicht mit Strafzahlungen zu rechnen ist, wenn EasyPark verwendet wird. Je nach Nutzung gibt es zwei verschiedene Tarife für die Dienstleistung: das "pay-as-you-park"-Preismodell setzt dabei auf eine Abrechnung nach der effektiven Parkdauer. Wer häufiger mit dem Fahrzeug in Innenstädten parkt, wird die Situation kennen, dass lieber ein Parkschein für eine längere Parkdauer gezogen wird, um keinen Strafzettel zu riskieren. Diese Mehrkosten lassen sich durch den Tarif EasyPark Small verhindern, da nur die tatsächliche Parkdauer abgerechnet wird. Sämtliche Transaktionsgebühren, die durch den Dienstleister erstehen, lassen sich mit dem Tarif EasyPark Large verhindern. Bei einer Zahlung von 4,99 Euro pro Monat entfallen sämtliche Transaktionsgebühren.

Begrenzte Verfügbarkeit

Der größte Nachteil der Anwendung liegt in der begrenzten Verfügbarkeit. Zwar gibt der Dienstleister an, dass die App bereits in zehn verschiedenen Ländern und mehr als 500 Städten nutzbar ist, für jede Parkfläche oder jedes Parkhaus gilt dies aber auch in diesen Städten nicht. Obwohl 80 Städte in Deutschland durch das System erfasst werden, bestehen noch große Lücken. Dennoch handelt es sich um ein interessantes und in der Praxis gut funktionierendes System, welches zukünftig einen Beitrag dazu leisten kann, Parkplatzinformationen zu vernetzen und den Verkehr sinnvoll zu leiten. Je mehr Nutzer die Dienstleistung in Anspruch nehmen, desto schneller und stärker dürfte das Wachstum ausfallen - in Verbindung mit der sehr komfortablen Nutzung also ein Grund mehr, sich die App einmal herunterzuladen.