Sa., 28.11.2015

WDR-Jazzfest zum ersten Mal in Münster Das Jahr startet mit Jazz-Januar

Happy über so viel Jazz (v.l.): Fritz Schmücker (Münster Marketing), Cornelia Wilkens (Kulturdezernentin), Bernd Hoffmann (WDR) und Rita Feldmann (Theater Münster).

Happy über so viel Jazz (v.l.): Fritz Schmücker (Münster Marketing), Cornelia Wilkens (Kulturdezernentin), Bernd Hoffmann (WDR) und Rita Feldmann (Theater Münster). Foto: Gerhard H. Kock

Münster - 

WDR3 tourt seit 2012 mit seinem Jazzfest. Vom 28. bis 31. Januar 2016 gastiert es im Theater Münster. Big-Bands und große Ensembles sind neben zahlreichen Trägern des WDR-Jazzpreises die Schwerpunkte im Programm.

Von Gerhard H. Kock

Anfang Januar Jazz, Ende Januar Jazz – das Jahr startet in Münster schräg und wild und mit vollem Sound. Am 3. findet „Jazz inbetween“ und vom 28. bis 31. das erste WDR-Jazzfest im münsterischen Theater statt. Machen sich hier nicht zwei Veranstalter gegenseitig Konkurrenz? Fritz Schmücker vom Kulturamt hat gut lachen: „Für Inbetween gibt es höchstens noch Rücklaufkarten.“ Aber auch Dr. Bernd Hoffmann von der Jazzredaktion WDR3 kann für sein Jazzfest sagen: „Wir sind grundsätzlich ausverkauft.“ Für das erste WDR-Jazzfest in Münster hat jetzt der Kartenvorverkauf begonnen.

Dabei schließt der Jazz-Januar in Münster mit sattem Sound. Denn ein Schwerpunkt des WDR-Jazzfests sind die Big-Bands und großen Ensembles: das Cologne Contemporary Jazz Orchestra, das Zürich Jazz Orchestra, die NDR- sowie die WDR-Big-Band und nicht zu vergessen „Uni-Jazzity“. Die vom Trompeter Christian Kappe aus Münster geleitete Big-Band verweist zugleich auf einen roten Faden des Jazzfests: Preisträger.

Insgesamt acht WDR-Jazzpreisträger kommen zum jazzigen Stelldichein: vier „alte“ und vier neue. Die aktuellen Jazzpreisträger 2016 werden am Freitag in einer von Prof. Dr. Götz Alsmann moderierten Gala vorgestellt: den Ehrenpreis erhält die wiedergegründete Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ), den Nachwuchspreis das Jugend-Jazz-Orchester-Münsterland „Uni-Jazzity“. Beide Preise sind mit 5000 Euro dotiert. Mit 10 000 Euro dotiert sind die Preise für Komposition und für Improvisation. Die Werke des Arrangeurs und Orchesterleiters Stefan Pfeifer-Galilea werden von der WDR-Big-Band gespielt. Tobias Hoffmann spürt mit improvisatorischem Forschergeist auf seiner Gitarre Reizpunkte im Schnittfeld von Pop, Rock und Jazz auf.

Erst- und einmalig wird in Münster ein „Künstlerinnenpreis NRW“ überreicht: Annette Maye reist mit vier Herren vom „Vinograd Express“ an (darunter Gianluidig Trovesi), um das „Masada Songbook“ von John Zorn umzuformen. Sidsel Endresen wird als „herausragende europäische Künstlerin“ geehrt. Die Norwegerin (Gast beim 23. Internationalen Jazzfestival 2011 in Münster) ist jetzt solo zu hören.

Apropos Europa: Das verbindet die beiden Festivalmacher Hoffmann (WDR) und Schmücker (Münster Marketing). Sie wollen die Jazz-Vielfalt des europäischen Kontinents auf der Bühne hörbar machen.

Der WDR3 wird sein Jazzfest mit 50 Technikern auch live im Radio übertragen – diesmal mit zwei und nicht wie beim Jazzfestival mit dem aufblasbaren Übertragungswagen (da hatte die Feuerwehr Bedenken). Am Donnerstag und Freitag wird ab 22 Uhr, am Samstag von 20.05 bis 6 Uhr (15 Stunden) gesendet. Seit 2012 tourt das Jazzfest durch Nordrhein-Westfalen, nun macht es das erste Mal in Münster Station.

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Karten gibt es an der Theaterkasse an der Neubrückenstraße: ✆ 5 90 91 00 oder online. 

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