Sonderveröffentlichung

Carpe Diem! Schwerstkranken werden letzte Träume erfüllt Ehrenamtliche des Deutschen Roten Kreuzes begleiten auf der letzten Reise

Carpe Diem! Schwerstkranken werden letzte Träume erfüllt : Ehrenamtliche des Deutschen Roten Kreuzes begleiten auf der letzten Reise

Foto: Colourbox.de

Noch ein einziges Mal das Meer sehen oder ein paar Minuten mit den Kindern und Enkeln zu Hause im Garten verbringen – davon träumen viele Menschen am Lebensende. Carpe Diem! So heißt das neue Rotkreuzmobil des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis Borken, das Schwerstkranken diese Herzenswünsche erfüllt. Mit einem umgebauten Krankenwagen können Menschen, denen nur noch wenige Tage oder Wochen bleiben, nun ihre letzte Reise antreten.

Möglichst jeder Wunsch wird erfüllt

Es sind extrem emotionale Momente, die die Ehrenamtlichen des Roten Kreuzes im Kreis Borken auf den Fahrten erleben. Carpe Diem – Genieße den Tag! Der Name für das Mobil wurde nicht zufällig gewählt. Denn den Menschen, die das Angebot nutzen möchten, bleibt nicht mehr viel Zeit.

"Häufig geht es nicht mehr um Wochen, sondern um Tage oder Stunden", sagt Jürgen Rave, DRK-Geschäftsbereichsleiter "Nationale Hilfsgesellschaft" im Kreis Borken. "Wir versuchen alles, um jeden Traum möglich zu machen."

Unterstützung von der GlücksSpirale

Seit Ende des vergangenen Jahres sind die Carpe-Diem-Mobile im Einsatz. Gefördert wurden sie dank des Lotto-Prinzips auch von der GlücksSpirale. Mit mehr als 20.000 Euro unterstützte die Lotterie von WestLotto das Projekt.

Doch wovon träumt man, wenn einem nicht mehr viel Zeit auf Erden bleibt? "Viele Wünsche sind ganz bescheiden", sagt Jürgen Rave. "Häufig möchten die Menschen noch einmal nach Hause zu ihrer Familie, Verwandte besuchen, die sie lange nicht gesehen haben oder an Orte, mit denen sie ganz besondere Momente in ihrem Leben verbinden."

Hoffnungsschimmer am Lebensende

Das Carpe-Diem-Mobil ist ein umgebauter Krankenwagen, der mit allem ausgestattet ist, was für eine Reise mit einem schwerstkranken Menschen gebraucht wird. Ehrenamtliche des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis Borken begleiten die Fahrt und kümmern sich nicht nur um die medizinische Betreuung, sondern sorgen auch dafür, dass der Ausflug für den Fahrgast und seine Begleitung so schön wie möglich wird.

So können Kinder und Erwachsene, die keine andere Möglichkeit mehr haben und die Fahrt alleine nie bewältigen könnten, noch einmal an den Ort ihrer Träume gebracht werden. Reisen an die Nordsee, nach Norderney oder nach Hamburg an den Hafen und auf die Reeperbahn konnten schon erfüllt werden.

Die Fahrten sind für die Schwerstkranken kostenlos. Jürgen Rave: „Wir möchten den Menschen mit dem Carpe-Diem-Rotkreuzmobil einen Hoffnungsschimmer schenken.“

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Jürgen Puhlmann, Vorstand des DRK im Kreis Borken, Aloys Eiting, Vorsitzender des Präsidiums und Jürgen Rave (von links) vor dem Carpe-Diem-Rotkreuzmobil. Foto: WestLotto