Fr., 23.09.2016

Sportchef wartet ab Werder mit Trainer Nouri gegen Wolfsburg

Alexander Nouri betreut die Werder-Mannschaft auch gegen Wolfsburg.

Alexander Nouri betreut die Werder-Mannschaft auch gegen Wolfsburg. Foto: Carmen Jaspersen

Interimstrainer Alexander Nouri wird am Samstag gegen den VfL Wolfsburg wohl das letzte Mal auf der Werder-Bank sitzen. Sportchef Frank Baumann schweigt über mögliche Nachfolger-Kandidaten.

Von dpa

Bremen (dpa) - Der Rätselraten um Werder Bremens neuen Trainer geht weiter. Beim Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg wird am Samstag (18.30 Uhr) Interimscoach Alexander Nouri nochmals auf der Bank sitzen.

Nur ein richtig guter Auftritt des punktlosen Tabellenschlusslichts der Fußball-Bundesliga im Nord-Duell könnte dem Bremer U23-Trainer zu einer längeren Dienstzeit bei den Profis verhelfen. Sportchef Frank Baumann lässt sich bei der Neubesetzung des Postens nicht in die Karten blicken.

«Wir wollen nichts hinauszögern. Wir wollen die richtige Entscheidung für Werder treffen», betonte Werders Ehrenspielführer am Freitag. «Der Trainer ist die wichtigste Personalie in einem Verein. Wir beobachten daher den Markt sehr genau und gucken, wer zur Verfügung steht und holen uns Erkundigungen ein», ergänzte der frühere Nationalspieler. Er hatte den Vertrag mit dem bisherigen Coach Viktor Skripnik ohne Not im Sommer verlängert und darf sich keine weitere Fehlbesetzung erlaube.

Ob die Hanseaten bereits mit dem häufig genannten Markus Gisdol gesprochen haben, ist unklar. Laut «Bild»-Zeitung ist der frühere Trainer von 1899 Hoffenheim Baumanns Wunschkandidat. Doch auch der Hamburger SV soll um den 47 Jahre alten Fußball-Lehrer buhlen. Der Bremer Manager wollte zu Namen keine Stellung beziehen.

Interimslösung Nouri sind die Gerüchte und die Suche nach einem Skripnik-Nachfolger egal. «Ich freue mich auf das Spiel am Samstag, ich werde es genießen», sagte der 37-Jährige. Nach dem guten Auftritt bei der 1:2-Niederlage gegen Mainz hat Nouri auch in der Mannschaft Fürsprecher gewonnen. «Er ist ein positiver Typ, ich mag das», schwärmte Abwehrspieler Niklas Moisander.

Für das Wolfsburg-Spiel hat Nouri zwei Ziele. «Ich möchte eine Mannschaft auf dem Platz sehen, die zu einhundert Prozent Haltung und Einstellung ins Spiel bringt und bis zum Ende marschiert», erklärte er. Des Weiteren will der Ex-Profi «ein komplettes Bundesliga-Spiel an der Seite miterleben». Nouri wurde gegen Mainz in der Schlussphase von Schiedsrichter Wolfgang Stark auf die Tribüne verwiesen.

Während die Bremer einen Trainer und die ersten Bundesliga-Punkte suchen, hofft der VfL Wolfsburg nach dem 1:5 gegen Borussia Dortmund auf Wiedergutmachung. «Wir haben das Spiel aufgearbeitet», teilte VfL-Trainer Dieter Hecking mit. Dennoch warnte Wolfsburgs Manager Klaus Allofs vor seiner Rückkehr nach Bremen vor seinem alten Club. «Sie stehen mit dem Rücken zur Wand und werden versuchen, alles zu mobilisieren», kündigte Allofs an.

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