Do., 01.12.2016

Fußball: 3. Liga Ex-Preuße Dennis Grote kehrt heim

Gemeinsam mit Teamkollege Fabian Stenzel beobachtete Dennis Grote (r.) das 1:0 des SCP in Zwickau.

Gemeinsam mit Teamkollege Fabian Stenzel beobachtete Dennis Grote (r.) das 1:0 des SCP in Zwickau. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Den Weg kennt er. In Münster war Dennis Grote lange daheim. Nun spielt er für den Liga-Konkurrenten Chemnitzer FC. Am Freitag gibt es ein Wiedersehen.

Von Thomas Rellmann

Noch immer gibt es Preußen-Fans, die den Weggang von Dennis Grote im Frühjahr 2014 bedauern. Es waren wohl unglückliche Umstände, die zur Trennung zwischen dem Verein und dem Münsteraner führten – der Kurzzeit-Sportdirektor Detlev Dammeier spielte die entscheidende Rolle. Nach zwei Jahren beim MSV Duisburg inklusive Auf- und Abstieg kehrt der 30-Jährige zum zweiten Mal als Spieler an die Hammer Straße zurück – nun in Diensten des Chemnitzer FC.

VfL Bochum, RW Oberhausen, SCP, MSV – bis zum Sommer hatte Grote den Westen nie verlassen. „Das Gesamtpaket passte“, verrät der gebürtige Wettringer. „Wir haben hier super Trainingsbedingungen, ein tolles neues Stadion und ein richtig starkes Team.“ Der aktuelle dritte Platz gibt ihm Recht, die Himmelblauen galten schon vor der Saison als einer der Top-Favoriten.

Seine Familie ist inzwischen vierköpfig, aus Hiltrup zog die Bande nach Sachsen. „Klar, Münster hat überragende Lebensqualität. Aber wir fühlen uns wohl, der Umzug hat gut geklappt.“

Die Geschehnisse in der Heimat verfolgt der Blondschopf selbstredend auch aus der Ferne. Vor allem die sportlichen. „Die bisherige Saison der Preußen spiegelt den Leistungsstand natürlich nicht wieder. Der Club hat zu Recht andere Ansprüche. Aber die Liga ist ja wieder so eng, dass es egal ist, ob du gegen den Vierten, Zehnten oder 17. spielst – das kann immer eine knappe Kiste werden. Die Platzierung spielt im Augenblick noch gar keine Rolle, nur die Punktzahl.“ Und dann sagt er etwas, was in Münster derzeit nur hinter vorgehaltener Hand denkbar ist: „Die Preußen liegen doch nur acht Punkte hinter dem Relegationsplatz. Schlagen sie uns, sind es vielleicht nur noch fünf. Und wie schnell man aufholen kann, hat ja letzte Saison Würzburg gezeigt.“ Doch Chemnitz hat natürlich selbst große Pläne. „Wir werden den Teufel tun und sagen, dass der Aufstieg Pflicht ist. Aber natürlich würden wir unseren Platz gern verteidigen.“

Aus dem aktuellen SCP-Team hat Grote nur noch mit Amaury Bischoff, Mehmet Kara und Max Schulze Niehues zusammengespielt. Die Drähte zu den alten Kollegen sind aber nie gekappt worden. ­Daniel Masuch, Jens Truckenbrod, Benjamin Siegert, Kevin Schöneberg, Stefan Kühne – die alte „Gang“ hält fleißig Kontakt. Auch mit ­Ticketing-Chefin Bianca Sikorski tauscht sich der Flügelspieler oft aus. Drei, vier Mal war Grote seit seinem Wechsel in den Osten schon wieder in Münster. Die Anhänger dürften ihn vor dem Flutlichtspiel wohl freundlich empfangen. Und eine Rückkehr ist nie vom Tisch. In zwei Jahren könnte seine Frau nach der Elternzeit wieder in ihren Beruf als Lehrerin einsteigen – dann wäre der Weg zurück nach NRW ja irgendwie logisch.



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