So., 29.10.2017

Fußball: Westfalenliga In der Tiefe liegt für Preußen II gegen Neuenkirchen die Kraft

Enges Duell mit gutem Ausgang für den Gastgeber: Marius Mause (r.) und die Preußen schlugen Neuenkirchen mit Merlin Schütte.

Enges Duell mit gutem Ausgang für den Gastgeber: Marius Mause (r.) und die Preußen schlugen Neuenkirchen mit Merlin Schütte. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Preußen Münster II bleibt der engste Verfolger von Spitzenreiter und Nachbar 1. FC Gievenbeck. In einer intensiven Partie gegen den SuS Neuenkirchen fielen die Tore zum 2:0-Sieg erst nach der Pause und einer Systemumstellung der Gastgeber.

Von Thomas Austermann

Nicht zu bremsen, diese Preußen: Die Westfalenliga-Fußballer des SC Preußen Münster II setzten sich in einem packenden Duell auch gegen Oberliga-Absteiger SuS Neuenkirchen durch, denn sie variierten einmal mehr taktisch bestens bis zum 2:0 (0:0) und sammelten aus den letzten neun Partien 23 Punkte bei 20:3 Toren.

Trainer Sören Weinfurtner und sein Assistent Kieran Schulze-Marmeling steckten während der Schlussphase der ersten Halbzeit die Köpfe zusammen und entschieden sich für einen Wechsel, der durchschlagende Wirkung haben sollte. „Unserem Spiel fehlten die Wege in die Tiefe“, erläuterte Weinfurtner, der Julian Sammerl rausnahm und Tempomacher Nicolas Kriwet brachte.

Jetzt im 5-3-2-Format aufgestellt, bekam der Vortrag mit dem neuen Zielspieler jene Vehemenz, die nötig war gegen die eifrig gegen den Mann verteidigende Gäste-Elf, die dem Ansturm nicht standhielt. Dabei agierte SuS lange Zeit ebenbürtig und gefiel durch schnelles Umschalten. Noch im 3-4-3-System startend mussten sich die Preußen erheblich wehren und immer aufpassen auf die Neuenkirchener Versuche, die offensiv Joshua Roß und Stürmer Merlin Schütte zu nutzen versuchten. Auch Fabian Sandmann traf nicht gegen Torwart Stephan Tantow (37.). Es ging meistens rauf und runter, denn auch Ismail Budak (16.) und Luca Steinfeldt (44.) kamen zu Abschlüssen für den SCP.

Zwischenzeitlich agierten die Gastgeber mit einer Viererkette, nach dem Wechsel passte es dann wie erwähnt. „Wir sehen viele Lehrvideos, wir büffeln zur Taktik“, sagte Weinfurtner über die nächste blitzschnell umgesetzte Neuerung. Mehmet Kara kam im Zentrum als zweiter spielstarker Mann neben Fabian Kerelaj zur Geltung, Kriwet preschte rechts vorne in die Räume. Er beschäftigte nach guten Zuspielen halb Neuenkirchen. Und prüfte Torwart Lukas Fiedler (53.), dann scheiterte er am Pfosten (54.). Der Torjäger vom Dienst brach den Bann: Steinfeldt traf ins kurze Eck nach Kriwets Anspiel (60.).

Das faire wie körperbetonte Spiel blieb offen. SuS wirkte nicht verunsichert. Vorne fehlte oft der letzte Pfiff beim letzten Pass. Anders die Preußen, die jetzt ihr Spiel aufzogen. „Wir kamen wie gewünscht in die Tiefe, wir haben ruhiger daraufhin gespielt“, lobte Weinfurtner. Kerelajs 2:0 fiel in der Schlussminute – einen harten Kriwet-Schuss musste Fiedler nach vorne zum Torschützen klären. SCP: Tantow – Mause, Burchardt, Borgmann – Brodersen, Budak, Benmbarek, Sammerl (46. Kriwet) – Kerelaj, Steinfeldt (81. Böhmer), Kara (90. Voß)



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