So., 05.11.2017

Fußball: A-Junioren-Bundesliga Preußen-Talente kassieren Rückschlag gegen Paderborn

Philippos Selkos (l.), der das  2:0 erzielte, und Preuße Jonas Ströker üben eine symmetrische Figur ein.

Philippos Selkos (l.), der das  2:0 erzielte, und Preuße Jonas Ströker üben eine symmetrische Figur ein. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Die zuletzt so formstarke U 19 des SC Preußen hat einen herben Rückschlag erlitten. Gegen den SC Paderborn kassierte Münster die erste Heimniederlage. Beim 0:2 geriet der Gastgeber fatalerweise schon sehr früh in Unterzahl und auf die Verliererstraße.

Von Thomas Austermann

Fünf teils namhafte Gäste-Teams versuchten sich zuvor vergebens in Münster. Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn aber brockte den U-19-Junioren des SC Preußen die erste Heimniederlage ein. Die Adlerträger mussten beim 0:2 (0:1) 77 Minuten lang in Unterzahl den kräfteschluckenden Rasen und den aufmerksamen wie schnörkellos agierenden Gegner bespielen. Aber selbst für eine Schadensbegrenzung hatte kaum einer die nötige Tagesform. Die Auswahl wirkte diesmal spannungslos und ließ notwendige Ernsthaftigkeit in den allermeisten Aktionen vermissen. Zweifellos ein glatter Rückschritt.

Einen ganz schwachen Tag erwischte Verteidiger Johan Scherr, der schon nach Sekunden Gelb sah und nach 13 Minuten glatt Rot. Unkonzentriert und dann fahrlässig versuchte er jeweils, davoneilende Gegner zu bremsen. Trainer Cihan Tasdelen musste das System vom 4-3-3 auf ein 4-4-1 ändern. Zentralstürmer Cyrill Akono wurde zum Solisten in der Spitze. Verwertbare Anspiele bekam er kaum. Wenn die homogenen Ostwestfalen Druck gegen den Ballführenden aufbauten, war Münster bereits ratlos. Zudem produzierte einer wie der andere Fehlabspiele. „Die Bälle, die wir klären mussten, landeten halbhoch beim Gegner. Wir haben keinen Druck aufgebaut“, so Tasdelen. Wie Chris Niebling zum 1:0 für den anderen SCP traf (27.), sprach auch Bände. Am Fünfer legte er sich mehrfach den Ball zurecht, herzlich ungestört spitzelte er schließlich ein.

Auch nach dem Wechsel schien jeder Preußen-Spieler einen schweren Rucksack mit sich herumschleppen zu müssen. Die Leistungsträger tauchten ab. Paderborn hatte es leicht, die gute Ordnung beizubehalten. Mit vier frischen Kräften und einer Formatumstellung wollte Tasdelen noch Wirkung erzielen, aber es gab allenfalls Ansätze und kaum Abschlüsse. Marius Lackmann köpfte einmal den Gegner an, Malik Cakmakci verzog aus guter Lage. Paderborns Stürmer Philippos Selkos machte per Volleyabnahme das 2:0 (87.). SCP: Honsel – Schulz (78. Cakmakci), Scherr, Merhi, Klann – Lackmann (84. Demir), Ströker, Knüver (76. Polm) – Steinkötter (66. Düzgün), Akono, Conze



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