So., 05.11.2017

Fußball: B-Junioren-Bundesliga Kalac-Viererpack tut Preußen im Derby gegen Bielefeld richtig weh

Das lange Bein von Robin Flake bremst in dieser Szene Bielefelds Vierfach-Torschützen Mervin Kalac (l.).

Das lange Bein von Robin Flake bremst in dieser Szene Bielefelds Vierfach-Torschützen Mervin Kalac (l.). Foto: fotoideen.com

Münster - 

Was für ein bitterer Nachmittag für die U 17 des SC Preußen. Der abstiegsgefährdete Gastgeber unterlag im Derby Arminia Bielefeld mit 2:4 und kassierte alle Treffer durch Ex-Stürmer Mervin Kalac. Trainer Martin Kastner kritisierte, dass der Club nicht in der Lage war, ihn zu halten.

Von Luca Wesendrup

Die U 17 des SC Preußen konnte sich mit der 2:4 (2:2)-Niederlage gegen Arminia Bielefeld wieder nicht aus dem Keller befreien. Der Tabellenelfte musste im Derby gleich vier Tore ihres ehemaligen Spielers Mervin Kalac schlucken. Trainer Martin Kastner kritisierte angesichts dieser Konsequenzen die Problematik des fehlenden Nachwuchsleistungszentrums. „Wir wollten Mervin behalten, konnten ihm aber keinen Vertrag anbieten. Bielefeld hingegen schon – deshalb ist er gewechselt“, sagte Kastner. Ohne das Zertifikat kann der SCP Jugendspieler nicht so binden wie die Konkurrenz. „In diesem Geschäft zählen Verträge. Seit zehn Jahren wird darüber gesprochen – und es passiert herzlich wenig. Das ist die große Schwäche des Vereins“, so Kastner.

Die Teams standen anfangs beide kompakt in den hinteren Reihen. So fiel der Gegentreffer zum 0:1 mehr als unglücklich: Innenverteidiger Robin Flake verlor den Ball ohne jede Not vor dem eigenen Strafraum, woraufhin Kalac eiskalt traf (16.). Die Antwort der Hausherren kam aber postwendend: Nachdem Angreifer Noah Bagdat im Strafraum zu Fall gebracht wurde, verwandelte Kapitän Julian Niehues per Elfmeter zum Ausgleich (17.). In der Folge übten die Preußen Druck aus, schafften es aber nicht, vor der Pause nachzulegen.

Nach Wiederanpfiff machten es die Preußen besser: Verteidiger Jasper Dreinemann hob den Ball nach einer Ecke über die gesamte Abwehr, wo der eingewechselte Peter Stüve lauerte und zum 2:1 einschob (44.). Der Gegenschlag folgte aber auf dem Fuße. Nach scharfer Flanke des frisch hereingekommenen Maxim Bairamov sprang der Ball von Flake genau auf den Fuß von Kalac, der per Volleyabnahme unhaltbar den Ball ins Tor jagte – 2:2 (49.).

Diesmal fanden die Preußen nicht die passende Reaktion. Stattdessen verloren sie immer mehr Präsenz im Mittelfeld. Die Konsequenz waren zwei weitere Tore des Talents: Beide Male waren Ballverluste der Ursprung. Das 3:2 (67.) und 4:2 (73.) erledigte Kalac dann. SCP: Breuers – Stampa, Dreinemann, Flake, Iker – Pauli (63. Williams), Heering, Niehues – Martin (41. März), Husha (41. Stüve), Bagdat



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