Fr., 10.11.2017

Fußball: Westfalenliga Gievenbeck und Preußen II begegnen sich als nette Nachbarn

Verstärkung für den Gipfel: Daniel Geisler (l.) vergrößert die FCG-Alternativen gegen die Preußen-Zweite.

Verstärkung für den Gipfel: Daniel Geisler (l.) vergrößert die FCG-Alternativen gegen die Preußen-Zweite. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Münster dominiert zurzeit die Westfalenliga. Nun kommt es zum großen Gipfeltreffen. Spitzenreiter 1. FC Gievenbeck empfängt im Sportpark Verfolger Preußen II. Beide Trainer sprechen natürlich in hohen Tönen vom Kontrahenten.

Von Uwe Niemeyer

So muss das sein unter guten Nachbarn. Man respektiert sich, geht höflich miteinander um. Das ist besonders so beim Gipfeltreffen der Fußball-Westfalenliga zwischen dem Tabellenführer 1. FC Gievenbeck (30 Punkte) und dem Verfolger und Zweiten Preußen Münster II (26). Dabei ist es am Sonntag (14.30 Uhr, Sportpark) alles andere als ein Höflichkeitsbesuch der Adlerträger in Münsters Westen. Eine solche Konstellation hat es gefühlt ewig nicht gegeben. Zwei Teams aus Münster dominieren die Liga. An Umgangsformen mangelt es nicht.

„Der 1. FC Gievenbeck hat mit Geduld ein Kollektiv geformt und somit gezeigt, dass sich Kontinuität auszahlt“, hat Sören Weinfurtner lobende Worte für den Ortsrivalen parat. „Das ist imponierend“. Was auch für einzelne Akteure gilt. „David Lauretta ragt sicher heraus, Torhüter Nico Eschhaus kann eine Partie entscheiden“, führt der Preußen-Trainer Beispiele an. Besonders angetan hat es ihm Maximilian Franke. „Er hat eine sensationelle Entwicklung genommen, ist zu einem Führungsspieler in der Defensive gereift.“ Gleichwohl reifen bei Weinfurnter Hoffnungen auf ein geeignetes Gegenmittel. „Wir wollen gewinnen und dem FCG näher auf die Pelle rücken“, enden dann doch die Höflichkeiten.

Was bei seinem Kollegen durchaus auf Verständnis stößt. „Klar ist doch, dass die Preußen den Sieg dringender benötigen als wir. Wir aber wollen unsererseits am Sonntag den Abstand vergrößern“, sagt FCG-Coach Benjamin Heeke – und damit irgendwie alles zur Bedeutung des Gipfels.

Der natürlich im Vorfeld besonders beschäftigt. „Ich habe 22 Spieler zur Verfügung. Da ist die Möglichkeit, Fehler zu machen, größer als bei 14 Akteuren“, weist er bei den Überlegungen für die richtige Ausrichtung auf Schwierigkeiten – eher Luxusprobleme – hin. Positiv ist derweil allemal, dass Daniel Geisler, der zuvor 14 Tage aussetzen musste, in dieser Woche wieder ins Training zurückkehrte. „Was für einen Wert er für uns hat, haben die vergangenen zwei Wochen gezeigt“, sagt der 33-jährige Trainer. Dass sich zudem Luca Wulfert nach seiner im Hiltrup-Spiel erlittenen Verletzung zurückgemeldet und trainiert hat, kommt hinzu. Auch die Eindrücke einer dreieinhalbstündigen Videoanalyse vom 1:1 gegen den TuS Hiltrup fließen in seine Planspiele für das bevorstehende Gipfeltreffen mit ein.

In einem Punkt, abgesehen vom Respekt, sind sich beide Trainer wieder einig. „Konstellation und Spiel verdienen eine stattliche Kulisse“, hoffen Heeke und Weinfurtner unisono auf ein fußballerisches Nachbarschaftsfest. Mit Respekt und Anstand – bei aller Bedeutung.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5279026?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686217%2F2820606%2F