Fr., 10.11.2017

Playoffs Dänemark und Irland kämpfen um WM-Ticket

Christian Eriksen ist der Spielmacher der Dänen.

Christian Eriksen ist der Spielmacher der Dänen. Foto: Jens Dresling

Kopenhagen (dpa) - Die Nationaltrainer von Dänemark und Irland sind gute Kumpel - doch wenn es am Samstag um die Qualifikation für die WM 2018 geht, dürfte diese Freundschaft ruhen.

Von dpa

Zwischen beiden Teams liegen in der Fußball-Weltrangliste nur sechs Mannschaften. Trotzdem sieht Irland-Trainer Martin O'Neill, der einst zusammen mit seinem Gegenüber Åge Hareide bei Manchester City und Norwich City spielte, die Dänen als klare Favoriten. «Wir stehen vor einer schwierigen Aufgabe», sagte er vor dem Match. Dänemark sei physisch sehr stark und habe mit Tottenham-Star Christian Eriksen einen fantastischen Spielmacher.

Beide Teams waren beim Turnier 2014 in Brasilien nicht dabei. Für die Iren wäre es sogar die erste Weltmeisterschaft seit 2002 in Südkorea, wo sie im Achtenfinale rausflogen. Die Dänen mussten sich bei ihrer letzten WM 2010 in Südafrika schon in der Vorrunde geschlagen geben, haben jetzt allerdings seit einem Jahr kein Länderspiel mehr verloren.

«Wir wissen, es wird ein echter Hundekampf», kündigte Dänemarks Trainer Hareide an. Beide Teams spielen körperbetont. Neun Dänen und zehn Iren gehen gelb-vorbelastet in die Playoffs und sind beim Rückspiel am Dienstag in Dublin von einer Sperre bedroht.

Probleme könnte es am Samstag bereits beim Einlass ins Kopenhagener Stadion Parken geben. Irische Fans konnten nur etwa 2400 Tickets im Gästeblock kaufen. Rund 1000 Anhänger hatten deswegen, teils unter falschen dänischen Namen und Adressen, Tickets im Dänen-Block gekauft. Der dänische Verband kündigte strenge Einlasskontrollen an. Auch Karten, die Dänen im Internet zu überhöhten Preisen nach Irland verkauft hätten, seien ungültig.

Sollten sie doch ins Stadion kommen, so riet ein Verbandssprecher in der «Irish Times», sollten die Iren im Dänen-Block besser kein grün tragen. Rund 8000 irische Fans werden am Wochenende in Kopenhagen erwartet.



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