Do., 05.10.2017

Vor Heynckes «Trainer-Rentner» als Rückkehrer im deutschen Liga-Fußball

Mit knapp 74 Jahren übernahm Otto Rehhagel Hertha BSC, konnte den Abstieg aber nicht verhindern. fu

Mit knapp 74 Jahren übernahm Otto Rehhagel Hertha BSC, konnte den Abstieg aber nicht verhindern. fu Foto: Roland Weihrauch

Düsseldorf (dpa) - Im deutschen Liga-Fußball gibt es eine ganze Reihe von älteren Trainern, die nach längeren Auszeiten wieder einen Job übernahmen. Die Deutsche Presse-Agentur listet einige ausgewählte Beispiele auf.

Von dpa

ROLF SCHAFSTALL: Dynamo Dresden verpflichtete Schafstall am 2. Februar 1999 - im Alter von 62 Jahren. Er war seit seiner Beurlaubung im Jahr 1994 bei Hannover 96 nicht mehr im Bundesligageschäft. Das war dem heute 80-Jährigen bei Dynamo auch anzumerken: Er kam sowohl mit der Spielweise als auch mit den Umständen im Club überhaupt nicht klar und war am 30. März 1999 schon wieder Geschichte.

FRED SCHULZ/FRITZ LANGNER: Der damalige Werder-Bremen-Manager Rudi Aussauer verhalf beiden Herren zu späten Comebacks. Assauer aktivierte Schulz 1978 im Abstiegskampf. Der damals 74-Jährige hielt als «Strohmann» für den Manager her, der als Coach übernahm, aber keine Lizenz hatte. Werder blieb drin. Zwei Jahre später verlief eine ähnliche Aktion glücklos: Langner kam mit 68 Jahren aus dem Ruhestand als Assauers Mann mit Lizenz zurück: Doch mit dem «eisernen Fritz» stieg der Club ab.

UDO LATTEK: Zwischen Latteks sechsmonatigem Engagement beim FC Schalke 04 in der Saison 1992/93 und seiner Rückkehr auf die Trainerbank lag eine Menge Zeit. Im Jahr 2000 rief ihn Borussia Dortmund, als der BVB in Abstiegsgefahr war. Zusammen mit seinem damaligen Assistenten Matthias Sammer bewahrte der damals 65-Jährige die Westfalen vor dem Sturz in die Zweitklassigkeit. Danach war endgültig Schluss.

HELMUT «FIFFI» KRONSBEIN: Kronsbein war bei seiner Rückkehr auf die Trainerbank von Hertha BSC am 27. Dezember 1979 bereits 65 Jahre alt und durfte das Training nur sechs Monate bis zum Saisonende leiten. Er war nach fünf Jahren zurückgekehrt.

OTTO REHHAGEL: Auch «Rentner» Rehhagel durfte bei Hertha BSC vom 19. Februar 2012 an nur sechs Monate arbeiten. Dann hatte sich sein Mythos erschöpft. Er war im Alter von knapp 74 Jahren als «Retter» nach Michael Skibbe geholt worden - und konnte den Abstieg nicht verhindern. Hertha scheiterte in denkwürdigen Relegationspartien an Fortuna Düsseldorf.



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