Mi., 25.10.2017

DFB-Pokal zweite Runde «Mini-Zlatan» und «Eisvogel»: Die Torjäger der Favoriten

Die Dortmuner Gonzalo Castro, Marc Bartra und Andrey Yarmolenko (l-r) feiern den 5:0-Erfolg in Magdeburg.

Die Dortmuner Gonzalo Castro, Marc Bartra und Andrey Yarmolenko (l-r) feiern den 5:0-Erfolg in Magdeburg. Foto: Hendrik Schmidt

Die Favoriten haben sich in den ersten acht Spielen der 2. Runde im DFB-Pokal schadlos gehalten. Dabei gab es einige durchaus überraschende Matchwinner.

Von dpa

Düsseldorf (dpa) - Dass die Top-Teams sich zum Auftakt der zweite Runde des DFB-Pokal schadlos hielten, lag vor allem auch an Torschützen, die zuletzt als solche kaum in Erscheinung getreten waren.

Dortmund bejubelt den «Mini-Zlatan», Mönchengladbach einen «Eisvogel», Schalke die Erlösung eines Torjägers a.D. und Bayer Leverkusen die eines Ausnahmetalents. Am souveränsten entledigte sich Bundesliga-Tabellenführer Dortmund seiner Pflichtaufgabe beim Drittliga-Aufstiegsaspiranten 1. FC Magdeburg. Nach dem kurzfristigen Ausfall von Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang sorgte Alexander Isak für Aufsehen. Das 18 Jahre alte Sturmtalent, in Schweden schon als der neue Zlatan Ibrahimovic gehuldigt, leitete mit einer Vorlage und einem Tor das souveräne 5:0 ein - und erwies sich zumindest als starke Alternative zu Aubameyang. «Er hat Auba vor sich, das ist nicht einfach für ihn», sagte Trainer Peter Bosz: «Wenn er die Chance kriegt, muss er sie auch nutzen. Das hat er getan.»

Mit Schalkes 3:1-Erfolg beim Drittligist SV Wehen Wiesbaden endete derweil eine lange Wartezeit. Als Franco Di Santo nach endlos langen 598 Tagen endlich zum 1:0 getroffen hatte, fiel er auf die Knie und schlug die Hände vors Gesicht. «Ich bin erwacht», sagte der Argentinier dann auch pathetisch.

Als Chancenvernichter galt zuletzt auch der Mönchengladbacher Thorgan Hazard - nun entschied der Belgier mit dem einzigen Tor des Tages das Niederrhein-Derby bei Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf. «Endlich», sagte der Bruder von Chelsea-Star Eden Hazard dann auch: «Bislang waren es in dieser Saison ja nur Elfmeter. Es war nicht mein schönstes Tor, aber wichtig für mich und die Mannschaft.» Trainer Dieter Hecking nahm seinen torgefährlichen Außenspieler in Schutz und lobte ihn schon zuvor: «Er ist ein Eisvogel.»

Das ist inzwischen auch Julian Brandt. Drei Tage zuvor hatte der Nationalspieler beim 5:1 in Gladbach nach seiner Einwechslung schon für die entscheidende Wende gesorgt. Nun war er auch beim 4:1 gegen Zweitligist Union Berlin bester Mann auf dem Platz und als Schütze des 1:0 der Wegbereiter. «Wir haben uns den Frust von der Seele geschossen», sagte der 21-Jährige - und meinte damit auch sich selbst.

Von den Favoriten verlor am Dienstag nur Zweitligist VfL Bochum mit 0:2 beim SC Paderborn. Da der VfL seit Wochen strauchelt und der SCP die Tabelle der 3. Liga souverän anführt, war aber auch das zumindest keine große Überraschung. In die Verlängerung musste einzig Mainz 05, gewann gegen das Zweitliga-Überraschungsteam Holstein Kiel dann aber doch mit 3:2. Allerdings wurde die Freude getrübt durch die Oberschenkel-Verletzung von Torhüter René Adler.

Vorjahres-Finalist Eintracht Frankfurt setzte sich mit dem wieder einmal doppelt erfolgreichen Torjäger Sebastien Haller 4:0 beim Viertligisten 1. FC Schweinfurt 05 durch. «Als Typ ist er ein lässiger Vogel», lobte Trainer Niko Kovac den mit acht Millionen Euro teuersten Spieler der Vereinsgeschichte. Im Zweitliga-Duell setzte Absteiger FC Ingolstadt durch das 3:1 in Fürth seinen Aufwärtstrend fort.



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