Do., 22.09.2016

FC Schalke 04 verliert 1:3 gegen 1. FC Köln Knappen in der Krise

Führung nicht vergoldet: Schalke verliert gegen Köln und (v.l.) Breel Embolo, Benedikt Höwedes, Klaas-Jan Huntelaar und Nabil Bentaleb sind bedient.

Führung nicht vergoldet: Schalke verliert gegen Köln und (v.l.) Breel Embolo, Benedikt Höwedes, Klaas-Jan Huntelaar und Nabil Bentaleb sind bedient. Foto: dpa

Gelsenbkirchen - 

Der FC Schalke 04 findet aus seiner sehr schweren Krise einfach nicht heraus. Mit 1:3 (1:1) unterlag das Team dem 1. FC Köln vor eigenem Publikum und hat sich zunächst im Tabellenkeller festgesetzt. Die Rheinländer hingegen bleiben das Team der Stunde und feierten den dritten Sieg im vierten Spiel. Klaas-Jan Huntelaar hatte die Schalker in Führung gebracht (36.), Yuya Osako (37.), Anthony Modeste (79.) und der eingewechselte Simon Zoller (84.) trafen für Köln.

Von Jürgen Beckgerd

Und Markus Weinzierl? „Der Neue“ ist der erste Schalker Trainer überhaupt, unter dem die Knappen die ersten vier Bundesligaspiele verloren.

Der Coach schüttelte sein Team zunächst mal kräftig durch. Johannes Geis, Sascha Riether und Max Meyer durften von Beginn an ran, dafür setzten sich Matija Nastasic und Benjamin Stambouli nach dessen „Eselei“ gegen Hertha auf die Bank. Der zuletzt so starke Leon Goretztka fiel wegen muskulärer Probleme aus. Köln setzte auf zwei Vierer-Riegel und Yuya Osako sowie Anthony Modeste in vorderster Reihe.

Schalke ließ den FC kommen oder, anders ausgedrückt: Die Kölner nahmen sich die Freiheit und übernahmen mehr und mehr die Initiative, organisierten das Angriffsspiel besser als die Gastgeber. Zwingend vorgetragene Angriffe blieben aber eher die Seltenheit – hüben wie drüben. Bis zur 36. Spielminute: Erst scheiterte Eric Maxim Choupo Moting an FC-Torhüter Timo Horn, dann beendete Huntelaar die drei Spiele währende Schalker Torflaute und traf nach feinem Zuspiel von Nabil Bentaleb zum 1:0. Hatten die Schalker lange auf diesen Treffer warten müssen, war die Freude darüber umso kürzer. Osako erzielte postwendend den Ausgleich mit einem satten Distanzschuss.

Sorglos waren die Schalker, hellwach die Kölner. Und die blieben am Drücker. Osako verpasste eine Hereingabe von Marcel Risse nur um Zentimeter (41.).

Die Gäste waren in dieser Phase sehr positionstreu, taktisch diszipliniert. Den Schalkern boten sich kaum Anspielstationen auf direktem Weg. Immer wieder waren sie auf Einzelaktionen angewiesen, weil die Elf von Trainer Peter Stöger sich kaum Schwächen im Abwehrverbund erlaubte. Zudem war das Gäste-Team auf blitzschnelle Konter aus. Schalke musste schon mächtig ins Geschirr gehen, um gescheite Lösungen zu kreieren. Von Chancen einmal abgesehen, die ergaben sich im ersten Durchgang kaum einmal. Dabei hatte Weinzierl vor der Partie genau das angemahnt.

In der zweiten Halbzeit musste also schon mehr kommen, um erfolgreich zu sein. Es war ein zähes Anrennen. Nicht sehenswert, aber wenigstens engagiert. Köln hielt dagegen, die Schalker durften sich keine Blöße geben. Da spielte eine Menge Angst mit im königsblauen Dress. Naldo probierte es aus der Distanz (63.), Timo Horn hielt problemlos – viel mehr war nicht zu sehen. Die Schalker Kreativität war dem Sicherheitsdenken untergeordnet. Die einen wollten, die anderen wollten das verhindern. Köln machte das gut. Schalke nicht.

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