So., 04.02.2018

Rauswurf «Wiederholt belogen»: FC Augsburg zeigt Opare die Rote Karte

Darf sich einen neuen Verein suchen: FCA-Verteidiger Daniel Opare.

Darf sich einen neuen Verein suchen: FCA-Verteidiger Daniel Opare. Foto: Stefan Puchner

Der FC Augsburg trifft vor dem Heimspiel gegen Frankfurt eine drastische Maßnahme: Der von Schalke kontaktierte Außenverteidiger Opare fliegt aus dem Kader und soll den Verein sofort verlassen.

Von dpa

Augsburg (dpa) - Rote Karte für Daniel Opare! Mit dem Rauswurf des Fußball-Profis aus Ghana hat der FC Augsburg vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt in der Bundesliga für einen Paukenschlag gesorgt.

Der 27-Jährige wurde von den FCA-Verantwortlichen nicht nur aus dem Kader für die Partie am Sonntagnachmittag gestrichen. Nein, Opare wird überhaupt nicht mehr im Augsburger Trikot auflaufen. Er soll sich sogar kurzfristig einen neuen Verein suchen.

Das für FCA-Verhältnisse drastische Vorgehen lässt darauf schließen, dass es zu einem von Vereinsseite nicht mehr zu kittenden Zerwürfnis mit dem Spieler gekommen sein muss. «Daniel Opare hat uns bewusst und trotz der Konfrontation mit Fakten wiederholt belogen. Des Weiteren hat er mehrfach gegen den Verhaltenskodex innerhalb der Mannschaft verstoßen», begründete Manager Stefan Reuter den Bruch mit Opare in einer am Samstagabend veröffentlichten Vereinsmitteilung.

Das Angebot, den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit dem Rechtsverteidiger zu verlängern, wurde vom Verein zurückgezogen. Außerdem sei Opare in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt worden, dass er sich «kurzfristig einen neuen Verein suchen kann». Zugleich wurde vom FCA angekündigt, dass sich Manager Reuter und Trainer Manuel Baum nach dem Frankfurt-Spiel detaillierter zur Causa Opare äußern würden. Sie stünden dann «gerne» für Rückfragen zur Verfügung.

Opare war im August 2015 nach Augsburg gekommen. Aber erst in dieser Saison konnte er sich sportlich durchsetzen. Kürzlich äußerte der Ghanaer noch die Bereitschaft, seinen Vertrag verlängern zu wollen. Zuletzt hatte er sich aber dann mit Trainer Domenico Tedesco und Manager Christian Heidel vom FC Schalke 04 getroffen. Das Treffen wurde öffentlich, es kam in Augsburg nicht gut an.

«Wir beschäftigen uns mit sehr vielen Spielern. Wir wollten ein Bild von ihm bekommen», begründete Heidel das Treffen mit Opare. Dieses war durchaus legitim, weil Opares Vertrag am Saisonende ausläuft und der Spieler ablösefrei wechseln kann. Auch über einen möglichen Wechsel nach England wurde zuletzt in Medien spekuliert.

In der laufenden Saison kann Opare nicht mehr innerhalb der Bundesliga oder nach England wechseln. Die Transferfrist lief am vergangenen Mittwoch ab. In zahlreichen europäischen Ländern, oder auch in China, endet die Wechselfrist aber erst im Laufe dieses Monats oder noch später. Fest steht einstweilen nur: Für den FC Augsburg wird Opare nicht mehr auflaufen.



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