Mi., 10.02.2016

Fußball: Kreisliga A Abpfiff nach 22 Jahren: Reckenfelds Trainer Tüfekci will sich der Familie widmen

Metin Tüfekci 

Metin Tüfekci  Foto: Stefan Bamberg

Reckenfeld - 

Die Entscheidung ist ihm spürbar schwer gefallen. Nach 22 Jahren, die er ununterbrochen in Sachen Fußball unterwegs war, zunächst als Spieler, später als Trainer des SC Reckenfeld, legt Metin Tüfekci ab dem Sommer eine Pause ein. Mit dem Ende seines Engagements beim SCR gönnt der 37-Jährige sich und vor allem seiner Familie eine Auszeit.

Von Sven Thiele

An Anfragen anderer Vereine, betont Tüfekci, mangele es nicht. „Ich hatte sehr, sehr gute Angebote.“ Dennoch will er, der sich selbst als fußballverrückt bezeichnet, nach dem Ende der Saison in Reckenfeld pausieren. In dieser Woche hat Tüfekci alle Anfragen abgesagt.

Die Begeisterung, mit der Tüfekci den SC Reckenfeld in den vergangenen Jahren in die Erfolgsspur gebracht hat, ist dem leidenschaftlichen Trainer nicht abhanden gekommen. Der Grund liegt woanders: Der Vater eines autistischen Sohnes will mehr Zeit mit seiner Familie und seinem fünfjährigen Sohn verbringen. „Ich bin meiner Familie gegenüber in der Bringschuld“, erklärt Tüfekci, warum er den zeitintensiven Job als Trainer zunächst nicht ausüben möchte. „Meine Fußball-Seele wird bluten“, macht der 37-Jährige deutlich, dass im der Abschied alles andere als leicht fällt. Doch seine Priorität ist klar: „Ich möchte meiner Familie mehr zu Seite stehen.“



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