Mo., 07.03.2016

Handball Bezirksliga Licht am Ende des Tunnels

Eva Möllerherm und den Handballerinnen des SC Falke gelang gegen Adler Münster der erhoffte Befreiungsschlag.

Eva Möllerherm und den Handballerinnen des SC Falke gelang gegen Adler Münster der erhoffte Befreiungsschlag. Foto: hri

Greven - 

Die Handballerinnen des SC Falke stecken noch immer im Tabellenkeller fest. Aufgegeben haben sie sich aber noch lange nicht.

Von Heidrun Riese

Für die Überraschung des Spieltags sorgten die Bezirksliga-Handballerinnen des SC Falke im Heimspiel gegen den SV Adler Münster. Mit 22:19 (10:9) bezwang das Schlusslicht am Sonntagabend den Tabellenzweiten. „Wir sind nicht ein einziges Mal in Rückstand geraten“, freute sich Trainerin Linda Steltenkamp, die für den unerwarteten Erfolg eine einfache Erklärung hatte. „Wir haben gewonnen, weil wir unsere Leistung gebracht haben.“

Was die Saerbeckerinnen zeigten, konnte man sich wirklich gut anschauen. Im Angriff nutzten sie ihre Chancen und leisteten sich auch nur wenige technische Fehler. Wenn der Ball doch mal abhanden ging, traten die Falke-Frauen umgehend den Rückzug an. In der Abwehr waren sie im richtigen Moment zur Stelle und zeigten dabei auch die nötige Aggressivität. Dann erwischte auch noch Torfrau Kerstin Wickenbrock einen echten Sahnetag. „Wir haben es Münster richtig schwer gemacht“, zeigte sich Steltenkamp rundum zufrieden. Sicherlich spielte auch eine Rolle, dass das SV-Team mit kleinem Kader angereist war.

Zu Beginn lieferten sich beide Mannschaften ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei die Saerbeckerinnen die Nase immer leicht vorne hatten. Als auf das 4:3 durch Eva Lüke (12.) noch das 5:3 durch Eva Möllerherm folgte (13.), lagen sie erstmals mit zwei Toren vorne. Diesen Vorsprung hielt das Heimteam rund zehn Minuten, bis es sich nach dem 9:7 durch Sarah Plogmaker (23.) einen Fehler zu viel leistete. Den Gästen gelang nicht nur der Anschluss-, sondern auch der Ausgleichstreffer. Die Falke-Frauen hatten Glück, dass Adler nach einer Zeitstrafe gegen Jessica Nienaber den fälligen Siebenmeter verwarf (28.).

In der zweiten Halbzeit setzte sich das enge Spiel fort. Die Falke-Frauen, die nach wie vor viel Einsatz zeigten, erkämpften sich schließlich einen Drei-Tore-Vorsprung. Jessica Nienaber vom Kreis und Eva Möllerherm von Halblinks waren es, die mit ihren beiden Treffern auf 15:12 erhöhten (44.). Adler forderte den Saerbeckerinnen einiges ab, doch die ließen sich nicht unterkriegen. Mit einem von Kerstin Wickenbrock parierten Tempogegenstoß (45.) und dem von Eva Möllerherm aus der zweiten Reihe erzielten 16:13 (46.) blieben die Falke-Frauen obenauf.

Als Anna Lena Bringemeier sich den Ball in der Abwehr erlief und ihn selbst per Tempogegenstoß zum 19:16 verwertete (54.) - das war einer dieser Momente, der vom Publikum mit begeistertem Applaus belohnt wurde. Dass die Saerbeckerinnen trotz des geringen Vorsprungs auch am Ende einen kühlen Kopf behielten, machte sie umso mehr zum verdienten Gewinner.

Neben ganz viel Lob blieb am Ende auch eine Feststellung: „Dieser Sieg war sehr, sehr wichtig“, betonte die Trainerin mit Blick auf die Tabelle und die Ergebnisse der Konkurrenten. Zwei von ihnen, Burgsteinfurt und Ascheberg/Drensteinfurt, gingen leer aus, so dass die Falke-Frauen punktemäßig mit ihnen gleichziehen konnten.

Zum Thema

Falke-Frauen: Wickenbrock, Menebröcker - Nienaber (5/2), Möllerherm (4), Plogmaker (4), Lüke (3), Hilbert (2), Krude (2), Bringemeier (2), Borgert, Frerking



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