Mi., 19.10.2016

Fußball: Trainingslager beim SC Reckenfeld Wunderheilung mit Kakao

Rund 50 Kinder, darunter acht aus im Ortsteil lebenden Flüchtlingsfamilien, machten bei der SCR-Fußballschule mit.

Rund 50 Kinder, darunter acht aus im Ortsteil lebenden Flüchtlingsfamilien, machten bei der SCR-Fußballschule mit. Foto: Stefan Bamberg

Reckenfeld - 

So ein kleiner Fußballer ist manchmal echt nicht zu beneiden: Es ist frisch auf dem Sportplatz in der Ortsmitte, so richtig Herbst halt. Und: Mit dem Gewinnen hat es auch nicht geklappt, die Kälte, der (angeblich) total ungerechte Schiri, das Pech. Einen blauen Fleck gab‘s gratis dazu. Was nun?

Von Stefan Bamberg

„Ein heißer Kakao – und dann ist meistens auch schon wieder alles gut“, lacht Artur Karliczek, Jugendfußball-Obmann beim SC Reckenfeld. Rund 50 Nachwuchs-Ballzauberer haben in der ersten Ferienwoche bei der SCR-Fußballschule mitgemacht – die nicht nur als schnörkelloses Trainingscamp für die eigenen Jugendkicker und neugierige Noch-Nicht-Vereinsfußballer punktet.

Der Klub gestaltet zum einen ein rasantes Ferienprogramm und schafft zum anderen eine Begegnungsmöglichkeit für Kinder aus unterschiedlichen Ländern: Acht Kids aus im Ortsteil lebenden Flüchtlingsfamilien sind mit von der Partie, die Kooperation mit der Mobilen Jugendarbeit Reckenfeld macht‘s möglich. Dort arbeitet auch Nurcan Akkus mit: Akkus, selbst begeisterte Fußballerin in Reckenfelds Damenmannschaft, fungiert als Ansprechpartnerin für die „Neuzugänge“: Sie holt die kleinen Balltreter morgens aus ihrer Unterkunft ab, hält Kontakt zu den Eltern und vermittelt, wenn es bei der Kommunikation mal hakt. Was selten der Fall ist: „Das läuft vollkommen problemlos“, sagt Akkus. „Einige kennen sich ja auch schon aus der Schule.“

Sobald Sport im Spiel ist – so scheint es – funktioniert Integration wie von selbst: Dribbeln, passen, Tore schießen, das ist eben in allen Sprachen dieser Welt das Gleiche. Jene Grundlagen des Fußballs sind es, auf die sich die engagierten Übungsleiter – allesamt aus den eigenen Reihen – konzentrieren. „Am Ende des Tages wollen eh alle am liebsten spielen“, weiß Artur Karliczek. Das können sie haben: Als Bundesliga-Teams oder Nationalmannschaften tragen sie an den Nachmittagen kleine Turniere aus.

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