Mo., 19.06.2017

Fußball: Endspiel Kreismeisterschaft Fousseni trifft – Greven ist zurück!

Die U19-Junioren des SC Greven 09 steigt nach dem 1:0-Sieg im Kreismeisterschaftsendspiel gegen den VfL Senden in die Bezirksliga auf.

Die U19-Junioren des SC Greven 09 steigt nach dem 1:0-Sieg im Kreismeisterschaftsendspiel gegen den VfL Senden in die Bezirksliga auf. Foto: Heimspiel / Christian Lehmann

Münster - 

Knapp mir 1:0 setzten sich die A-Junioren von Greven 09 im Endspiel der Kreismeisterschaften gegen den VfL Senden durch – Lohn war der Aufstieg in die Bezirksliga.

Von Christian Lehmann

Nach Spiel begab sich Nasimon Fousseni schnurstracks in die Kabine von Schiedsrichter Jan Lakebrink. Eines wollte der Torschütze des Goldenen Tores beim 1:0 (1:0)-Triumph über den VfL Senden im Kreismeisterschaftsendspiel der U19-Fußballer klarstellen: Nämlich dass er es war, der den SC Greven 09 wieder zurück in die Bezirksliga geschossen hatte. In der 31. Minute hatte der Stadionsprecher vor rund 300 Zuschauern an der Mecklenbecker Egelshove als Torschützen fälschlicherweise Mouhamed Seye benannt.

Fotostrecke: A-Jugend Greven 09 steigt in die Bezirksliga auf

Fousseni heißt also der junge Mann, der letztlich dafür sorgte, dass die Schöneflieth-Kicker nun mit der U19, U17 und U15 überkreislich mitmischen. „Darauf kann man schon ein bisschen stolz sein“, findet Harald Peppenhorst, der den Nachwuchs im Tandem mit Michael Menke trainiert und sich auch als Sportlicher Leiter auf die Fahnen geschrieben hat, auf Grevener Eigengewächse zu setzen. Er sagte nach der Partie: „Diese Mannschaft ist mehr als bezirksligatauglich, auch wenn sie es heute nicht gezeigt hat.“

Obwohl die Grevener individuell mehr Klasse auf den Platz brachten – Innenverteidiger Max Hehemann verfügt über Bundesliga-Erfahrung, Sechser Mouhamed Seye und Stürmer Jonas Rüschenschulte zeigten bereits in Nullneuns erster Mannschaft ihre Klasse – tat sich das Team gegen einen taktisch gut organisierten Gegner zunächst schwer. Senden zog erst in der eigenen Spielhälfte ein aggressives Pressing auf und versuchte, im Umschaltspiel nach vorn zu kommen. Das gelang in der Anfangsphase prima. So musste Grevens starker Torhüter Luca Peppenhorst in gegen Fabian Hambrecht (5.) und Marco Lohmann (18.) gleich zwei Mal in höchster Not zupacken. Einen Hauch von Torgefahr versprühte dann Rüschenschulte in der 19. Minute, ehe Seye nach eine Ecke per Kopf den Ball per Aufsetzer nur knapp neben das Tor setzte (22.).

Das war nicht viel bis dahin. Es war ein dicker Bock von Justus Falke nötig, ehe Greven in Führung ging. Fousseni schnappte sich den Ball, nachdem Sendens Torwart ein Luftloch geschlagen hatte, und zwirbelte ihn in die lange Ecke (1:0/31.).

Wenige Sekunden später rettete erneut Peppenhorst und dann der Pfosten bei einer Doppelchance des VfL durch Hambrecht und Tim Borchert (32.).

Bis zur Pause – und auch danach – sicherte eine ganz starke Defensivleistung den Aufstieg. Bis in die Nachspielzeit ließ Greven fast gar nichts mehr zu, dann wurde es noch ein richtig kribbelig: Nachdem Malte Jona Sendens riesige Ausgleichschance aus kurzer Distanz vergeben hatte (90.+1), zählte Nullneun die schier nicht enden wollende, fünfminütige Nachspielzeit in Unterzahl herunter und zitterte den Sieg ins Ziel. „Ich war im letzten Jahr dabei und weiß, wie sich die Sendener fühlen. Es ist brutal“, sagte Menke, der mit seinem Team im zweiten Anlauf den Aufstieg perfekt gemacht hat. „Es war ein Krampf, aber das ist uns egal.“ SC Greven 09: L. Peppenhorst – Gelker, Schiemenz, Hehemann, Herding – Seye, Stegemann – Krumschmidt, Menke, Fousseni – Rüschenschulte; eingewechselt: Ök, Brüggemann, Schürmann, Feldmann Tor: 0:1 Fousseni (31.)



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