Mi., 04.10.2017

Handball: HF Reckenfeld/Greven Zuhören zahlt sich am Ende aus

Greven - 

Einen knappen und nicht ganz astreinen Sieg feierten die A-Jugendhandballer in Aschberg.

Es war sicher nicht alles Gold, was glänzte bei der A-Jugend der Handballfreunde Reckenfeld/Greven 05 in ihrem Auswärtsspiel am Sonntagnachmittag bei der HSG Ascheberg/Drensteinfurt. Und das Trainer-Duo Walter Kusmitsch und Andy Storkebaum, der den privat verhinderten Trainer Marcel Peters auf der Bank vertrat, musste zugestehen, dass es am Ende auch einer kleinen Portion Glück und einer fragwürdigen Entscheidung des Unparteiischen zugunsten der Gäste bedurft hatte, dass die 05-er einen 35:34-Sieg feiern konnten.

Was ihnen jedoch sehr gut gefiel, war die Aufmerksamkeit ihrer Schützlinge, die sich zum Pausentee mit einem 17:21-Rückstand als Hypothek eine ziemliche Gardinenpredigt von ihren Trainern anhören mussten. „Die Abwehr war in der ersten Halbzeit faktisch nicht präsent, wir haben Ascheberg eingeladen zu freien Torwürfen“, kritisierte Andy Storkebaum und ließ die Spieler zur Halbzeitpause an seinem Unmut durchaus teilhaben.

Doch hieraus entwickelte sich auch das größte Lob, das ein Trainer seinen Spielern geben kann: „Die Jungs haben hervorragend zugehört und die Verbesserungsvorschläge in der zweiten Halbzeit super umgesetzt“, freute sich der 05-Trainer. So starteten sie eine famose Aufholjagd und konnten zehn Minuten vor dem Ende durch Mattis Dömer zum 31:31 erstmals ausgleichen und wenig später sogar in Führung gehen.

Am Ende war es jedoch eine etwas unrühmliche Szene, die den Handballfreunde-Sieg eintütete. Der Schiedsrichter hatte den Gastgebern Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter zugesprochen, das Spiel wurde jedoch etwas länger unterbrochen, um einen kleinen Irrtum bei einer verhängten Zwei-Minuten-Strafe aufzuklären. Offenbar hatte der Unparteiische darüber aber vergessen, dass er auf Siebenmeter entschieden hatte. Stattdessen ließ er das Spiel – trotz wütender Proteste der HSG und dem Hinweis der HF-Trainer, die auf diesen Irrtum auch hinwiesen – mit Freiwurf fortsetzen, der den Hausherren aber nicht den per Siebenmeter durchaus wahrscheinlichen Ausglich einbrachte. „Das Spiel hatte ein solches Ende nicht verdient, das brachte dann schon einen etwas faden Beigeschmack“, gestand Andy Storkebaum zu, wollte dies aber nicht zum Anlass nehmen, sein Lob an die Mannschaft aufzugeben. „Die Jungs haben sich toll wieder ins Spiel gekämpft und einen guten Gegner geschlagen. Das war schon klasse und hat viel Spaß gemacht.“

HF-A-Jugend: Stefan Kenski (4 Paraden), Michael Krotinov (9) - Niklas Haßmann (10 Tore, davon 3 Siebenmeter), Moritz König (6), Nick Stromberger (6), Mattis Dömer (4), Paul Haje (4), Mateusz Gucz (2), Luis Kuhlmann (1), Jens Utrup (1), Leo Zhang (1), Jonas Neyer



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