Sa., 11.11.2017

Fußball: Kreisliga B Steinfurt „Los Wochos“ beim SC Reckenfeld

Gegen Eintracht Rodde hat der SC Reckenfeld verdient verloren. Beim Tabellenersten in Rheine wollen die Gäste nun ein anderes Gesicht zeigen.

Gegen Eintracht Rodde hat der SC Reckenfeld verdient verloren. Beim Tabellenersten in Rheine wollen die Gäste nun ein anderes Gesicht zeigen. Foto: Thiele

Reckenfeld - 

Die Saison in der Kreisliga B ist erst ein paar Monate alt, doch auf den SC Reckenfeld wartet schon die vielleicht alles entscheidende Phase. Nach der enttäuschenden Vorstellung gegen Rodde wollen sie die Spieler von Julian Lüttmann beim Tabellenführer Rheine besser präsentieren. Wie das gehen soll, erklärt der Trainer.

Von Martin Weßeling

Da waren Werbe-Experten mal besonderes findig und haben die Zeit, in der eine recht bekannte Fastfood-Kette ihre Gerichte feurig würzt, einfach „Los Wochos“ genannt. Also ihre manchmal gar nicht so extravaganten Massenprodukte mit einfachsten Mitteln so aufgepeppt, dass ganz normale Pappbrötchen mit etwas Fleischeinlage zu einer kulinarischen Besondertheit avancieren. Eine billige Mogelpackung – dazu noch sprachlich verballhornt? Das mag jeder für sich entscheiden. Fakt ist, dass die Fußballer des SC Reckenfeld aktuell jene „Los Wochos“ sportlich gesehen hautnah durchleben. Ob sie ihnen bekommen, muss sich noch zeigen.

Die Saison in der Kreisliga B ist jedenfalls erst ein paar Monate alt, doch auf die Elf von Trainer Julian Lüttmann wartet schon die vielleicht alles entscheidende Phase. Sie dürfte in jedem Fall – egal ob positiv oder negativ – über Erfolg und Misserfolg mitverantwortlich sein. Da ist es für den einen oder anderen Akteur nicht leicht, den lähmenden Druck abzustreifen. Er hatte schon am vergangenen Wochenende im Spitzenspiel gegen Eintracht Rodde für müde Beine gesorgt. So durften die Fußball-Experten den SCR-Kickern sicherlich nicht die Bereitschaft absprechen, das Topspiel erfolgreich bestreiten zu wollen. Aber die Hausherren waren letztendlich eben nicht bereit für diese Partie. „Nicht die Tatsache, dass wir verloren haben, war entscheidend. Wohl aber die Art und Weise. Laufbereitschaft, Aufmerksamkeit und Präsenz haben gefehlt. Das hat Rodde einfach besser gemacht. Wir haben verdient verloren“, sagt Coach Julian Lüttmann ganz offen. Und: „Das war ein Nackenschlag für uns.“

Der soll allerdings ein Einzelfall bleiben. Dem 0:2 folgte die Analyse, spätestens am Sonntag dürfte eine ganz andere Reckenfelder Mannschaft auf dem Platz stehen, lautet die Hoffnung. „Wir haben den Jungs vor der Saison etwas mit auf den Weg gegeben. Das sollen sie jetzt auch umsetzen.“

Der Spielplan in der Kreisliga B hat jedenfalls dafür gesorgt, dass der Monat November zur crunch time avanciert. Also zu jener Zeit, in der wichtige Entscheidungen fallen. Nach dem 0:2 gegen den Tabellendritten aus Rodde geht es am Sonntag zum Liga-Primus Skiclub Rheine. Am 19. November wartet das Heimspiel gegen Gellendorf (Platz zwei) auf die Reckenfelder. Am 24. November steht das Nachholspiel gegen Vorwärts Wettringen (Rang fünf) auf dem Programm. Spätestens danach dürfte der SCR wissen, wohin die Reise in dieser Saison führt, wobei Julian Lüttmann relativiert: „Wir sind ja nicht mit dem Anspruch in die Saison gegangen, unbedingt aufsteigen zu wollen. Diese Rolle haben andere Vereine übernommen. Aber klar – wir wollen oben mitspielen. Mal sehen, ob uns das gelingt.“

Und dann wird sich auch zeigen, wie die Reckenfelder ihre ganz eigenen „Los Wochos“ überstehen – entweder mit einem Punktepolster auf den Rippen – oder einem Sodbrennen.



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