Do., 08.02.2018

Schießsport: Schießsportfreunde Greven Hobby mit Schuss

Anvisieren, konzentrieren, abdrücken. Die Grevener Sportschützen sind seit vielen Jahren mit dem passenden Ehrgeiz bei der Sache.

Anvisieren, konzentrieren, abdrücken. Die Grevener Sportschützen sind seit vielen Jahren mit dem passenden Ehrgeiz bei der Sache. Foto: Luca Pals

Greven - 

Konzentration und Präzision sind gefragt, wenn die Schießsportfreunde Greven mit Luftgewehr oder Kleinkaliberpistole ihrer Leidenschaft nachgehen. Die Grevener sind der passenden Portion Ehrgeiz bei der Sache, um sich stetig zu verbessern.

Von Luca Pals

In frühen Jahren – wenn der Sohnemann oder die Tochter noch die Grundschule besucht – übernehmen die Eltern die Anmeldungen ihrer Kinder in Musik-, Kultur- oder Sportverein. Auf die Sicherheit wird dabei immer geachtet. So ist der Schießsport nun mal auf den ersten Blick keine Sportart, die Eltern ohne Bedenken ansteuern. Es macht sie zur „Randsportart“, geben auch die Mitglieder der Schieß-Sportfreunde Greven zu. Dennoch kommen einige Jugendliche zum Training, treten später auch bei Wettkämpfen auf, denn: Den Spaß am richtigen Schuss und gleichzeitig die Sicherheit nicht aus den Augen verlieren – genau diesen Spagat schaffen die Schieß-Sportfreunde Greven. Sie lassen es gehörig knallen.

Und so hört es sich auch an, betritt man den Trainingsraum der Vereinsanlage an der Saerbecker Straße 161: Auf zehn Bahnen können die Mitglieder die in zehn Meter Entfernung platzierten Zielscheiben anvisieren – und abdrücken. Das Luftgewehr im Anschlag, einen scharfen Blick durch die beiden Zielrohre und eine genaue Ausrichtung später, knallt es einmal – die Zielscheibe ist im besten Falle getroffen. Es kann nachgeladen werden. Es sei zwar oft das gleiche – laden, zielen, abdrücken – es gebe aber laut Kinder- und Jugendtrainer Lars Röwemeier verschiedenste Varianten: „Im Liegen, im Knien, im Stehen. Mit Auflage, den Lauf nur im Seil hängend oder frei stehend. Beim Schießen gibt es viele Möglichkeiten.“

Außerdem können die Schützen auf stehende oder sich bewegende Ziele schießen, Röwemeier bevorzugt Letzteres: „Die Konzentration muss dabei sehr hoch sein.“

Dass gelte selbstverständlich für den gesamten Sport, sei es mit dem Luftgewehr oder auch mit dem Kleinkaliber, Röwemeier: „Der Reiz beim Schießen liegt darin, dass man sich immer wieder verbessern kann. Wer höher will, muss mehr trainieren.“ Hinter dem bloßen Draufknallen stecke eine Psychologie.

Eine Schützin, die den Sport seit über 20 Jahren leidenschaftlich ausübt, ist Ina Wagemann. Über regionale Meisterschaften ging es für sie bereits mehrmals zu Landeswettbewerben und später auch den deutschen Meisterschaften. Wagemann: „Die deutschen Meisterschaften finden auf der Olympia-Schieß-Anlage in München statt, das ist natürlich noch ein ganz anderes Flair.“ Viel Training und Fleiß machen sich bezahlt, dennoch treibe sie der Ehrgeiz, sich verbessern zu können, weiter an.

Und wer das Schießen nicht als kraftaufwendig bezeichnet, dem sagt Röwemeier: „Wenn man über eine Stunde das Luftgewehr – das immerhin mehr als fünf Kilo wiegt – stehend in der Hand hält, dann merkt man den Sport deutlich.“ Bei aller Anstrengung steht die Sicherheit immer im Vordergrund. Röwemeier erklärt: „Wir müssen den Kids gleich zu Beginn beibringen, wie wichtig der richtige Umgang von Waffen ist. Keiner soll vor ihnen Angst haben, aber Disziplin gehört dazu.“

Zurzeit feuern etwa 15 Jugendliche auf die Scheiben, ab zwölf Jahren dürfen die Kids in den Verein eintreten, auch an Wettkämpfen teilnehmen. Röwemeier hat noch eine gute Nachricht: „Wir bekommen in den nächsten Wochen eine Reddot mit Laser-Impuls.“ Dabei werde kein Blei verschossen, der Laserstrahl treffe das Ziel mit einem roten Punkt – so dürfen auch Kinder ab acht Jahren in den Verein, der Nachwuchs stehe laut Röwemeier schon in den Startlöchern: „Meine siebenjährige Tochter kann es kaum abwarten.“

Die Jugendlichen des Vereins treffen sich zum Training jeden Dienstag von 17 bis 18.30 Uhr, Interessierte können sich bei Lars Röwemeier unter ✆ 0 25 71 / 58 67 85 melden.

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