Mo., 17.07.2017

Fußball: Frauen Bezirks- und Kreisliga Galaxy und SVB in einem Boot

Machen gemeinsame Sache: Die Fußball-Seniorinnen des FC Galaxy und des SV Burgsteinfurt wollen mit Beginn der Serie 2017/18 unter der Regie des FC Galaxy den Spielbetrieb in der Bezirks- und Kreisliga aufnehmen.

Machen gemeinsame Sache: Die Fußball-Seniorinnen des FC Galaxy und des SV Burgsteinfurt wollen mit Beginn der Serie 2017/18 unter der Regie des FC Galaxy den Spielbetrieb in der Bezirks- und Kreisliga aufnehmen. Foto: FC Galaxy

Steinfurt - 

Der SV Burgsteinfurt kann in der kommenden Saison wegen Personalmangels keine Frauen-Mannschaft mehr stellen. Aus diesem Grund schließt sich die komplette Mannschaft und das Trainer-Team dem FC Galaxy an. Der will fortan mit einer Bezirks- und einer Kreisliga-Mannschaft den Spielbetrieb aufnehmen. In der Bezirksliga wird Galaxy auch auf den TuS Altenberge, FC Nordwalde, Matellia Metelen und die Spvgg. Langenhorst-Welbergen treffen.

Von Heiner Gerull

In der abgelaufenen Kreisliga-Saison hatten sich die Fußballerinnen des FC Galaxy und des SV Burgsteinfurt ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert, das Galaxy auf der Zielgeraden für sich entschied. Aus dieser sportlichen Rivalität wird ab kommender Saison partnerschaftliches Miteinander. Denn die SVB-Frauenfußballmannschaft schließt sich komplett dem FC Galaxy an. Aus dieser Verbindung soll ein Team entstehen, das in der Serie 2017/18 in der Bezirksliga startet, und ein zweites, das in der Kreisliga antritt.

„Es war die schwerste Entscheidung, die ich in meiner Amtszeit zu treffen hatte“, sagt Rolf Tschorn. Die Worte des SVB-Vorsitzenden sind nachzuempfinden. Denn durch die Erteilung der Freigaben für sämtliche Spielerinnen bricht dem Verein eine Sparte weg. Eine Entwicklung, „die weh tut und mir große Bauchschmerzen bereitet“, betont der Vorsitzende. Allerdings gibt es Gründe, weshalb es zu diesem Schritt kam. „Wir hätten den Spielbetrieb in der nächsten Saison nicht aufrechterhalten können“, erläutert Eckhard Arning, der zuletzt mit Alfred Schröer und Max Schoppe als Trainer fungierte. Einige Spielerinnen zögen fort, andere absolvierten Auslandssemester oder gingen auf Reisen, zeigt der SVB-Coach auf. Ein Substanzverlust sei deshalb absehbar gewesen.

Und weil die Lücken nicht aus den eigenen Reihen geschlossen werden könnten, sei man zu dem Entschluss gekommen, mit Galaxy gemeinsame Sache zu machen. „Andernfalls hätten sich die verbliebenen Spielerinnen wohl in alle Richtungen verabschiedet“, gibt Arning zu verstehen. Das wollte man unter allen Umständen vermeiden. Arning: „Bei der Entscheidungsfindung standen einzig und allein die Mädels im Vordergrund.“

Gespräche über ein mögliches Zusammengehen haben die Vereine bereits seit geraumer Zeit geführt. Jetzt kamen sie zu einem tragfähigen Entschluss. „Es ist eine Entscheidung, die von allen so gewollt ist“, freut sich An­dreas Nicolaus über diese Lösung. Er sowie Jürgen Perick und Thomas Dieckmann gehören dem Trainerstab der Galaxy-Fußballerinnen an, die just den Aufstieg in die Bezirksliga bewerkstelligten. „Das gute Verhältnis zwischen dem SVB-Trainerteam um Ecki Arning und den Trainern der Galaxy-Damen gab den Ausschlag, einen gemeinsamen Weg zu gehen“, heißt es in einer Pressemitteilung von Galaxy-Chef Ali Pish Been.

Derweil betont Rolf Tschorn, dass die Maßnahme keineswegs als Beginn eines schleichenden Auflösungsprozesses der Damen-Abteilung zu deuten sei. Das Gegenteil ist der Fall. Der SV Burgsteinfurt will vielmehr die Ausbildung im weiblichen Nachwuchsbereich intensivieren. Im kommenden Jahr werden sechs Spielerinnen zu den B-Juniorinnen aufrücken, so dass der Unterbau dann wieder komplett wäre. Tschorn: „Wir wollen dieses Jahr nutzen, um in dieser Zeit eine neue Frauen-Mannschaft aufzubauen.“

Zunächst aber gilt es, die Weichen für die bevorstehende Saison zu stellen. Dazu gehört, die Kompetenzen des Trainerteams abzustecken, denn sämtliche Übungsleiter von Galaxy und SVB wollen eingebunden werden. „In der kommenden Saison wird eine Galaxy-Mannschaft in der Bezirksliga auf Tore-Jagd gehen und die andere die Kreisliga aufmischen“, kündigt Pish Been in einem Schreiben an.

Bleibt die Frage, auf welchen Platzanlagen diese ehrgeizigen Pläne umgesetzt werden sollen. Der FC Galaxy bestritt seine Heimspiele zuletzt im Preußen-Stadion. Was insofern nahe lag, weil sich Galaxys Frauen-Mannschaft vornehmlich aus Spielerinnen rekrutiert, die zuvor in Borghorst ausgebildet worden waren.

Welche Probleme es geben könnte, eine zweite Mannschaft für den Spielbetrieb in der Kreisliga abzustellen, lassen Tschorns Worte erahnen: „Unsere vierte Mannschaft musste schon einige Male auf der Tartanbahn trainieren, weil unsere Kapazitäten erschöpft sind.“ Ähnlich sieht es im Preußen-Stadion aus. Als Inhaber der Sportstätten obliegt es der Stadt, den Vereinen Spiel- und Trainingsmöglichkeiten zuzuweisen. Klar ist jedenfalls: In der kommenden Saison wird es auf Steinfurts Sportanlagen eng bleiben.



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